Löschen bei minus sieben Grad (15.01.2006)


Mehrere Stunden dauerte ein Brandeinsatz in der Nacht zum Sonntag nahe der Göttinger Lokhalle. Gegen 4 Uhr wurden zunächst das TLF 8 W der Berufsfeuerwehr Göttingen und das TLF 8 der Ortsfeuerwehr Grone alarmiert, weil eine größere Gartenlaube brannte. Bei Ankunft stellte sich jedoch schnell heraus, dass die eingesetzten Kräfte nicht ausreichen werden. So wurden zusätzlich der Löschzug der Berufsfeuerwehr, das LF 16 TS aus Grone und die Ortsfeuerwehr Stadtmitte nachalarmiert. Durch eine bei dem Feuer ausgelöste Alarmanlage wurde der Eigentümer im benachbarten Wohnhaus an der Groner Landstraße aus dem Schlaf gerissen. Als er nach dem Schuppenkomplex sah, stand dieser bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Von mehreren Seiten wurde das Feuer mit B- und C-Rohren bekämpft, auch über das Wenderohr des TLF 8 Grone. Im weiteren Verlauf kam auch Schaummittel zum Einsatz. Gegen 6.30 Uhr wurde zur Brandsicherheitswache die Ortsfeuerwehr Knutbühren alarmiert. Die Arbeiten dauerten bis in die Mittagsstunden des Sonntags. Durch die Minusgrade gefror das Löschwasser sofort zu Eis, es gab "zahlreiche unfreiwillige Rutschpartien rund um die Einsatzstelle", so der Bericht auf der Homepage der Feuerwehr Grone. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann durch eine Kopfplatzwunde verletzt. Er wurde ins Göttinger Klinikum transportiert. 

Nach Angaben des Geschädigten waren in dem 20 x 30 Meter großen Schuppen u. a. zwei Aufsitzrasenmäher, ein Wohnwagen und diverses Werkzeug untergebracht. Laut Polizei ist die Brandursache noch unklar. Die Schadenshöhe beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 100.000 Euro. 

Download Video (Rechtsklick, "Ziel speichern unter..."; 1,6 MB, 27 Sekunden). 

Vielen Dank an die Ortsfeuerwehr Grone für das Video. 

 

Der ausgebrannte Schuppenkomplex am nächsten Tag. 

 

 

Fotos: Stefan Rampfel, Video: Feuerwehr Grone

 

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