Von der Rampe gegen den Baum (27.04.2006)


Schwer gestürzt ist am Donnerstagabend ein Mountainbikefahrer in einem Waldstück am Kattenbühl. Der 20-Jährige war auf einer Art Parcours mit mehreren Sprungrampen unterwegs, den Unbekannte aus Brettern errichtet hatten. Dabei verlor er die Kontrolle über das Rad und prallte offenbar mit dem Kopf gegen einen Baum. Er wurde in die Universitätsklinik nach Göttingen gebracht. Möglicherweise hat der Helm, den der junge Mann trug, schlimmere Verletzungen verhindert.

Das Unglück ereignete sich gegen 20 Uhr im unwegsamen und abschüssigen Gelände oberhalb der Straße Tannenkamp. Einer seiner Begleiter alarmierte nach dem Sturz sofort die Polizei. Als der Rettungsdienst eintraf, war schnell klar, dass für die Bergung der Verletzten weitere Hilfe nötig war. Um 20.16 Uhr wurde deshalb die Mündener Feuerwehr alarmiert, die mit einer speziellen Trage den Verunglückten zum Rettungswagen brachte. 

Zuständig für das Gelände, auf dem der Unfall geschah, ist das Niedersächsische Forstamt Münden, das von Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst geleitet wird. Er veranlasste gestern den sofortigen Abriss des Parcours. Kenntnis von der Anlage hatte das Forstamt nicht. Sie könne auch erst vor kurzem errichtet worden sein, sonst wäre sie bemerkt worden, so Schmidt-Langenhorst gegenüber unserer Zeitung. Jetzt sucht das Forstamt nach den Verantwortlichen, um sie für die Abrisskosten heranzuziehen.

Der Parcours besteht aus mehreren größeren und kleineren Rampen, über die Mountainbiker den Hang runterjagen. An der Stelle, wo der 20-Jährige verunglückt ist, springen sie etwa drei Meter in die Tiefe.

Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort am Kattenbühl

 

Einsatzkräfte versorgen den Verletzten - im Hintergrund eine zweite Rampe

 

Warten auf den Abtransport mit dem Schleifkorb

 

Die erste Rampe, von der sich der Sturz gegen den Baum ereignete

 

Durch den Wald zur Straße

 

Text: HNA Münden, Fotos: Photo Burkhardt,  Hann. Münden

 

Zurück