Tödlicher Verkehrsunfall auf A 38-Baustelle (05.05.2006)


Die Stützpunktfeuerwehren Friedland und Groß Schneen wurden am Freitag Morgen um 6.50 Uhr zu einem Einsatz auf die in Bau befindliche Autobahn 38 alarmiert. Kurz vor dem Heidkopftunnel hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem eine Person eingeklemmt wurde. Ein Pkw (VW Golf) war frontal gegen einen Erdwall geprallt.

Vermutlich ist die 37-jährige Autofahrerin aus dem Raum Würzburg am Ende der regulären Autobahn (Anschlussstelle Friedland) durch die Absperrung gefahren. Ab hier ist die zukünftige Autobahn 38 bereits etwa fünf Kilometer ausgebaut, aber noch nicht freigegeben. Am Ende der ausgebauten Straße prallt der Pkw ungebremst gegen einen aufgeschütteten Erdwall. Die Frau stirbt noch am Unfallort. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen die Person aus dem Pkw, nachdem das Dach mit hydraulischem Rettungsgerät abgeschnitten wurde. Der Notarzt des Göttinger Rettungshubschraubers Christoph 44 konnte nur noch den Tod feststellen.

Die Unfallursache ist nach Polizeiauskunft bislang noch unklar. Auch ein Suizid kann nicht ausgeschlossen werden. Ein 41 Jahre alter Mitarbeiter einer Baufirma entdeckte den verunfallten Wagen heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit. Der Leichnam der 37-Jährigen sowie der VW Golf wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Göttingen beschlagnahmt, so die Polizei. Eine Obduktion der Verstorbenen soll Anfang der Woche erfolgen. An der Unfallstelle war ebenfalls ein Kraftfahrzeugsachverständiger der DEKRA und die Polizei vor Ort.
 

 

 

 

 

Der Pkw prallte frontal gegen den Erdwall.

 

 

 

Im Hintergrund beginnt der 1,7 Kilometer lange Heidkopftunnel

 

Luftbild von der noch nicht freigegebenen A 38

Autobahnende und Tunneleinfahrt. Auch mal fliegen?

Fotos: Stefan Rampfel

 

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