Lkw kippt auf A 7 um: Personen eingeklemmt (09.05.2006)


Die Freiwillige Feuerwehr Hann. Münden wurde ebenfalls in der Nacht zu Dienstag gegen 04.30 Uhr zu einem schweren Lkw-Unfall auf die BAB 7 alarmiert. Kurz vor der Werratalbrücke auf der Gefällstrecke in Richtung Nord kommt der 57-jährige Fahrer eines Lkw-Gespanns (beladen mit Stückgut) vermutlich durch stark überhöhte Geschwindigkeit ins Schleudern, durchbricht die Leitplanke und kippt um. Dabei touchierte er einen auf dem Hauptfahrstreifen in gleicher Richtung fahrenden Lkw. Die linke Gegenfahrspur in Richtung Süd wird durch das Führerhaus blockiert.

   Der 67 Jahre alte Fahrer eines von hinten auf die Unfallstelle zukommenden Kleintransporters konnte mit seinem Wagen nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte gegen den auf der Fahrbahn liegenden umgekippten Anhänger. Dabei wurde der Mann in seinem Transporter eingeklemmt und schwer verletzt. Sein 41-jähriger Beifahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Der ebenfalls schwer verletzte 57 Jahre alte mutmaßliche Unfallverursacher konnte von Zeugen aus seinem Wagen gerettet werden. Dies teilt die Polizei mit.

   Bei dem Unfall wurden große Teile beider Fahrbahn und die angrenzenden Kanaleinläufe durch austretenden Dieselkraftstoff verunreinigt und die Mittelschutzleitplanke auf einer Länge von rund 190 Metern beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf ca. 200.000 Euro geschätzt. Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst, die Untere Wasserbehörde, die Autobahnmeisterei und die Polizei vor Ort. Einsatzleiter Eike Schucht: "Die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst mit den Notärzten und der Feuerwehr war klasse. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier zwei Organisationen, sondern eine geschlossenen Einheit Hand in Hand arbeitet."

Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die A 7 in Richtung Norden bis ca. 09.15 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde ab der Anschlussstelle Hann. Münden/Lutterberg umgeleitet. Auf der Autobahn in Richtung Norden bildete sich ein Rückstau bis zur Anschlussstelle Kassel-Ost. Ebenso kam es auf der Umleitungsstrecke zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

 

 

 

 

Der Kleintransporter, der in den umgekippten Lkw raste.

 

 

 

Einsatzkräfte streuen breitflächig ausgelaufenes Dieselöl ab.

 

In beiden Fahrtrichtungen bildete sich ein kilometerlange Rückstau.

Fotos: Stefan Rampfel

 

Zurück