
Freitag, der 13.: Fünf Einsätze in 19 Stunden (13.04.2007)
Ob es am Datum gelegen hat? Die Schwerpunktfeuerwehr Hann. Münden musste innerhalb von 19 Stunden zu fünf Einsätzen ausrücken. Angefangen hat alles am Freitag, den 13. April, um 09.20 Uhr. Im Postfrachtzentrum Lutterberg musste ein Gefahrguteinsatz abgearbeitet werden. Aus einem abgestellten Fass ist Lösungsmittel ausgelaufen. Die Mitarbeiter hatten bereits am Morgen einen chlorartigen Geruch festgestellt und sich auf die Suche nach der Ursache gemacht. Sie entdeckten ein Fass, aus dem die stark riechende Flüssigkeit lief, die die Atemwege und Schleimhäute reizen kann. Geistesgegenwärtig transportierten sie das Fass in einen Container auf dem Außengelände. Von der Feuerwehr ist die als Lösungsmittel für Farben, Lacke und zum Abbeizen eingesetzte Flüssigkeit unter umluftunabhängigem Atemschutz in ein anderes Fass umgepackt und verschlossen worden. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr aus Münden die zuständigen Feuerwehren aus der Gemeinde Staufenberg (Landwehrhagen und Lutterberg). Auch das Umweltamt des Landkreis Göttingen war vor Ort. Die Polizei ermittelt jetzt wegen unsachgemäßen Umgangs mit gefährlichen Stoffen.
Weiter ging es um 14 Uhr: Aus einem stecken gebliebenen Fahrstuhl im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen wurde eine Person gerettet. Der dritte Einsatz in Hann. Münden ereignete sich um 20.30 Uhr. Am Blümer Hang brannte eine etwa 100 Quadratmeter große Fläche an einer still gelegten Bahntrasse. Der nächste Einsatz war wieder ein Feuer. Gerade eingerückt, ging es um 22 Uhr in den Bohnenbrunnenweg. Hier brannte ein Zimmer eines Wohnhauses. Zur Unterstützung wurden die Freiwilligen Feuerwehren Laubach und Bonaforth alarmiert. Glück im Unglück: Hund und Katze konnten gerettet werden, Personen wurden nicht verletzt.
Zwar nicht mehr am Freitag, den 13., aber nur wenig später, piepten die Funkmeldeempfänger in der Drei-Flüsse-Stadt erneut. Um 4 Uhr verunfallte ein Pkw auf der Haardtstraße genau auf der Brücke über die Autobahn 7. Der Wagen schleuderte über die Leitplanke und wieder zurück auf die Fahrbahn. Der Fahrer wurde verletzt, war aber nicht eingeklemmt. "Man kann von Glück reden, dass das Auto nicht auf die Autobahn geknallt ist", sagt Norbert Burkhardt, Feuerwehr-Pressewart aus Hann. Münden. Lediglich einige Fahrzeugteile wurden von der Autobahnpolizei beseitigt.

Gefahrguteinsatz in Lutterberg





Freiflächenbrand am Blümer Hang


Zimmerbrand in Münden

Verkehrsunfall über der Autobahn

Fotos: Photo Burkhardt, Hann. Münden