Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag (28.07.2007)


Am Sonnabend Nachmittag war der Rettungszug der Berufsfeuerwehr Göttingen gerade auf dem Weg zu einem angeblichen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn in Höhe Göttingen Nord. Als sich diese Meldung jedoch als falsch herausstellte, rückte der Zug wieder ein. Er befand sich gerade auf der Weender Landstraße. Genau in diesem Augenblick zog ein heftiges Gewitter über die Region und es gab einen heftigen Blitz in der Nähe des Güterverkehrszentrums, eine Rauchentwicklung war von den Einsatzkräften jedoch nicht zu sehen. Kurz vor dem Einrücken in die Hauptwache der Berufsfeuerwehr in der Breslauer Straße kam dann der neue Alarm um 13.30 Uhr: Starke Rauchentwicklung in der Liebrechtstraße in einem dreigeschossigen Wohnhaus - genau dort, wo der Blitz kurz zuvor einschlug.

Zusätzlich zum Löschzug wurde zunächst die Freiwillige Feuerwehr Weende alarmiert, wenig später auch die Freiwillige Feuerwehr Grone, aufgrund der starken Rauchentwicklung. Von der Uniwache kam eine zweite Drehleiter. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl des Hauses bereits in Vollbrand und drohte auf das angrenzende Gebäude überzugreifen, wie die Polizei mitteilt. Die sechs Familien hatten ihre Wohnungen zu diesem Zeitpunkt bereits selbstständig verlassen. Verletzt wurde niemand. Auch aus dem benachbarten Haus wurden alle Bewohner vorsichtshalber evakuiert.

Da nicht auszuschließen ist, dass die Tragfähigkeit des Obergeschosses beeinträchtigt wurde, können die Anwohner vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren, sie werden durch die Wohnungsgenossenschaft vorläufig in anderen Wohnungen untergebracht.

In dem betroffenen Wohnhaus sprangen unmittelbar vor der Brandentdeckung in mehreren Wohnungen die Sicherungen heraus, so dass beim jetzigen Stand der Ermittlungen ein Blitzschlag als Brandursache angenommen wird. Dies teilt die Polizei mit. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 500.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an, der Brandort wurde beschlagnahmt. Zur Ablösung wurde später die Freiwillige Feuerwehr Geismar alarmiert. Die Wohnungen wurden mit Wassersaugern vom Löschwasser befreit.

Problematisch war zudem der Funkausfall, denn ein weiterer Blitz schlug in ein Relais ein. Dieser wurde jedoch innerhalb kurzer Zeit behoben.
 

Blick aus dem LF 16 der Ortsfeuerwehr Grone - kurz vor der Einsatzstelle

 

Bei Ankunft der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl.

 

Die erste Drehleiter wird in Stellung ausgefahren.

 

 

 

 

 

Blick von oben

 

Der Einsatzort befand sich in der engen Liebrechtstraße, daher blieben viele Fahrzeuge auf der Weender Landstraße stehen.

 

Fotos: Magnus Mertens (1), Thomas Kleinhans (7), Stefan Rampfel (2)

 

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