Gefahrgut-Transporter brennt (12.09.2007)


Horror für jeden Feuerwehrmann: Der Brand eines Gefahrgut-Transporters. Am Mittwoch wurde dieses Szenario auf der Autobahn 7 in Höhe Göttingen Wirklichkeit. Gegen 12.10 Uhr kippte kurz hinter einer Baustelle zwischen den Anschlussstellen Göttingen und Göttingen-Nord ein Gefahrgut-Lkw der Bundeswehr auf die Seite und ging sofort in Flammen auf. Beladen war der Bundeswehr-Truck mit 2.000 Litern Ethanol und rund 2.800 Litern verschiedener Öle. Der 21 Jahre alte Soldat und die 23 Jahre alte Soldatin des 4,5-Tonners konnten das Fahrerhaus rechtzeitig verlassen und sich in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand. Beide waren auf dem Weg von Volkbach (Süddeutschland) in Richtung Lübtheen. Eigenen Angaben zufolge sollte das geladene Ethanol für Übungszwecke verwendet werden.

Sofort nach Eingang der Unfallmeldung wurde die A 7 von der Polizei in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. An der Unfallstelle waren etwa 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Göttingen (inkl. Uniwache) und der Freiwilligen Feuerwehren Grone, Elliehausen und Geismar sowie die Technische Ermittlungsgruppe Umwelt der Polizeidirektion Göttingen aus Hildesheim im Einsatz. Die Ortsfeuerwehr Weende stellte Einsatzbereitschaft her. Gelöscht wurde das Feuer anfänglich mit Pulver vom TroTLF der Uniwache, später mit Schaum vom TLF 24/40 der Hauptwache. Weiterhin wurden zwei C-Schwerschaumrohre eingesetzt. Einige Kanister des Ethanol platzten im Feuer auf und ergaben heftige Explosionen. Die schwarze Rauchwolke war weithin sichtbar.

In seiner ersten Befragung gab der 21-jährige Fahrer gegenüber der Polizei an, dass er mit dem Lkw bei Tempo 50 bis 60 km/h in eine Baustelle hinein gefahren sei. In einer Baustellenverschwenkung sei das Fahrzeug dann plötzlich aus noch unbekannten Gründen ins Wanken geraten. Nach einer Gegenlenkbewegung kippte das Fahrzeug plötzlich auf die Beifahrerseite und rutschte noch etwa 60 Meter weiter über die Fahrbahn, bevor es zum Halten kam.

In Richtung Nord war die Autobahn mehrere Stunden voll gesperrt. Hier bildete sich ein Stau von zehn Kilometer. In Richtung Süden bildete sich ein Rückstau von etwa zwölf Kilometern Länge, obwohl diese Fahrbahn bereits seit 13.30 Uhr wieder freigegeben war. Schaulustige waren daran Schuld.

Blick aus dem Rettungshubschrauber

 

 

Aus der Luft gut zu erkennen: Die brennende Flüssigkeit fließt die A 7 herab.

 

Brandbekämpfung mit dem TLF 24/40

 

Immer wieder flackerten die Flammen auf.

 

 

Der Bundeswehr-Lkw war u. a. mit 2.000 Litern Ethanol in Kanistern beladen. 

 

Schaum auf der Fahrbahn

 

Schaumbeseitigung

 

In diesen Kanistern wurde das Ethanol befördert.

 

 

 

Wenig später trafen auch die Feldjäger ein.

 

Die Autobahn war in beiden Richtungen voll gesperrt.

 

Wasserentnahmestelle Grone-Bach

 

Ölsperre auf dem Grone-Bach

Fotos: Stefan Rampfel (13), Olaf Krengel (4), Christoph 44 (4)

 

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