Großfeuer in Barterode: 500.000 Euro Schaden (03.01.2008)


Großeinsatz für die Feuerwehren aus dem Flecken Adelebsen: Am Donnerstag Abend brannte in der Krugstraße in Barterode ein landwirtschaftliches Anwesen nieder. Der Alarm ging nach Auskunft von Gemeindebrandmeister Volker Keilholz um 21.15 Uhr ein. Zu diesem Zeitpunkt stand die Scheune neben der Kirche mitten im Ortskern bereits lichterloh in Flammen. Ausgebrochen war das Feuer in der Stallung und hatte sich schnell auf den Dachstuhl ausgebreitet. Dies teilt die Polizei mit. Rund 80 Rinder und Kühe konnten von Anwohnern und Einsatzkräften aus den Stallungen ins Freie gerettet werden - einige liefen anfangs auf den Straßen im Ort umher. Alle Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Adelebsen waren vor Ort. Fünf Personen wurden verletzt, darunter der 43-jährige Eigentümer und sein 10-jähriger Sohn, als sie versuchten, Tiere aus den Stallungen zu befreien. Eine zur Absperrung eingesetzte 30-jährige Polizeibeamtin zog sich eine Rauchgasvergiftung zu und musste ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Alle konnten das Krankenhaus aber am Freitag Morgen wieder verlassen. Die 41-jährige Eigentümerin und ihre 15-jährige Tochter wurden mit einem Schock vor Ort behandelt.

Die über 130 Feuerwehrleute konnten mit einem massiven Löscheinsatz ein Übergreifen des Feuers auf das direkt angrenzende Wohnhaus verhindern. Auch Nachbargebäude mussten aufgrund massiven Funkenfluges geschützt werden. Anderthalb Stunden später, um 22.45 Uhr, war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Sonnabend hinein. Als weitere Schwierigkeit erwies sich die Temperatur unter dem Gefrierpunkt. Das Löschwasser gefror sofort zu rutschigen Eisbahnen. Die Gemeinde Adelebsen streute daher die betroffenen Stellen ab. Ebenfalls im Einsatz war die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Dransfeld, der Schlauchwagen aus Hemeln, ein Rüstwagen aus Hetjershausen und die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Potzwenden, die Atemluftlaschen an die Einsatzstelle transportierte. Die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 500.000 Euro. In den Flammen sind 20 Tiere ums Leben gekommen. Die Brandursache ist unklar. 

 

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen meterhoch in den Nachthimmel.

 

 

 

 

Eine Anwohnerin rettet eine Katze.

 

 

Das Wohnhaus (links im Bild) konnte durch massiven Wassereinsatz im Innen- und Außenangriff gerettet werden.

 

Die Drehleiter aus Dransfeld wird in Stellung gebracht.

 

 

 

 

Gefährdung durch starken Funkenflug nahe am Kirchturm

 

 

Das Löschwasser gefror sofort zu Eis. Ein Streuwagen der Gemeinde Adelebsen im Einsatz.

 

Text, Fotos: Stefan Rampfel

 

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