
Gebäude stürzt nach Explosion ein: 3 Verletzte (22.01.2008)
Bei einer Explosion in einer ca. 200
Quadratmeter großen Scheune sind am Dienstag gegen 16.50 Uhr im Hann. Mündener
Ortsteil Laubach der 65 Jahre alte Scheunenbesitzer, sein 35-jähriger Sohn und
ein 42-jähriger Mann aus Gleichen teils lebensgefährlich verletzt worden. Die beiden
Laubacher wurden mit Verbrennungen zunächst in ein Göttinger, der dritte Mann in
ein Mündener Krankenhaus eingeliefert. Am Abend wurde der lebensgefährlich
verletzte Sohn des
Scheunenbesitzers mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach
Hannover geflogen. Im Einsatz waren insgesamt rund 50 Einsatzkräfte der
Freiwilligen Feuerwehren aus Laubach, Oberode, Hedemünden und Hann. Münden. Mit
einer Drehleiter wurde die Scheune von oben ausgeleuchtet. Drei Rettungswagen
und ein Notarzteinsatzfahrzeug waren ebenfalls vor Ort.
Nach Ermittlungen der Polizei Hann. Münden wollte der 65 Jahre alte
Scheunenbesitzer dem 42-jährigen Schrotthändler alte Propangasflaschen zur
Entsorgung mitgeben. Zuvor ließen die Männer das noch in den Flaschen vorhandene
Propangas zwischen zwei Stallgebäuden im Freien entweichen. Das freigewordene
Gas drang in den angrenzenden ehemaligen Schweinestall, von dort in einen
Vorraum und anschließend in den Heizungsraum ein, in dem ein in Betrieb
befindlicher Festbrennstoffkessel stand. Durch die vom Kessel ausgehende Wärme
entzündeten sich die eindringenden Gase und es kam zur Explosion. Die als
Geräteschuppen genutzte Scheune stürzte daraufhin in sich zusammen. Trümmerteile
flogen etwa 50 Meter auf eine angrenzende Wiese. Durch die Druckwelle wurden
zwei Wände des anschließenden Wohnhauses vollständig eingedrückt, die Küche
wurde verwüstet. Personen hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht im
Haus auf.
Eine Gefahr für Anwohner bestand aufgrund der etwas abseits gelegenen Lage
des Gehöftes nicht. Die Überreste der Scheune wurden von der Polizei
beschlagnahmt. Die Schadenshöhe wird auf ca. 300.000 Euro geschätzt.
Mit Rettungswagen werden die Verletzten in Krankenhäuser nach Göttingen und Hann. Münden gefahren.
Die Drehleiter der Schwerpunktfeuerwehr Hann. Münden wird aufgebaut.
Auch Bürgermeister Klaus Burhenne machte sich vor ort ein Bild des Geschehens.
Wurde komplett zerstört: die 200 Quadratmeter große Scheune
In den Trümmern: Eine Propangasflasche
Blick von oben
Durch die Druckwelle gingen Fenster des direkt angrenzenden Wohnhauses zu Bruch.
Fotos: Stefan Rampfel (12)