Tragischer Unfall am Bahnübergang (04.04.2008)


Zu einem tragischen Verkehrsunfall am Bahnübergang zwischen Groß Schneen und Klein Schneen mussten die Freiwilligen Feuerwehren Klein Schneen, Groß Schneen und Friedland am Freitag Nachmittag ausrücken. An dem halbseitig beschrankten Bahnübergang der Kreisstraße ist gegen 12.40 Uhr ein 55 Jahre alter Autofahrer aus Klein Schneen tödlich verletzt worden, nachdem er von einem Zug erfasst wurde.

"Es hat einen lauten Knall gegeben, dann habe ich die Autoteile am Zug vorbeifliegen sehen", sagt Rodrigue Kelen-Yo, einer der Bahnreisenden. "Der Lokführer hat sofort eine Notbremsung durchgeführt." Ersten Erkenntnissen und Zeugenaussagen zufolge kam der Pkw-Fahrer mit seinem VW Polo aus Richtung Groß Schneen und wollte aus unbekannten Gründen trotz heruntergelassener Halbschranke den Bahnübergang befahren. Kurz nachdem er die Schranke umfahren hatte, wurde der Wagen von dem aus Richtung Kassel kommenden Personenzug erfasst und in mehrere Teile gerissen. Der 55-Jährige wurde aus dem Fahrzeug herausgeschleudert und kam im Gleisbett zum Liegen.

   Obwohl der Lokführer sofort eine Gefahrenbremsung eingeleitet hatte, konnte er den Zusammenprall nicht mehr verhindern. Er erlitt einen Schock. Die rund 150 Fahrgäste blieben unverletzt. Sie wurden aus dem Zug über ein angrenzendes Feld weiträumig an der Unfallstelle vorbei geleitet und mit einem von der Bahn eingerichteten Shuttleservice weiter transportiert. Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste der Bahnverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt bis 15.30 Uhr komplett eingestellt werden.

An der Unfallstelle waren neben den 27 Einsatzkräften der Feuerwehr auch ein Rettungswagen sowie der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44, der Notfallmanager der Bahn und Beamte der Bundespolizei.


 

 

Auch der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 war vor Ort.

 

 

 

Der Pkw wurde in mehrere Teile gerissen.

 

 

Unfallaufnahme am halbseitig beschrankten Bahnübergang

 

Die Bahnreisenden verlassen den Zug über einen Feldweg.

 

 

Fotos: Stefan Rampfel (10), Leif Jacobsen (2)

 

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