
Tödlicher Badeunfall in Hann. Münden (03.05.2008)
Beim Versuch, einen Teil des Flusses Fulda zu durchschwimmen, ist am Samstagnachmittag in Hann. Münden ein 20 Jahre alter Mann aus Köln tödlich verunglückt. Der junge Mann gehörte zu einer achtköpfigen Gruppe aus einem Kölner Jugendwohnheim, die erst seit Freitag hier zeltete. Der junge Mann stieg gegen 13.30 Uhr über eine Treppe in die Fulda hinab und wollte zu einem ebenfalls 20 Jahre alten Mann aus der Freizeitgruppe hinüberschwimmen, der in einem Kanu an einem Anleger in der Flussmitte saß. Zeugenaussagen zufolge ging der 20-Jährige nach ca. zwei Metern plötzlich unter. Sofort eingeleitete Rettungsversuche, u. a. auch durch den in dem Boot sitzenden Bekannten, schlugen fehl.
Sofort wurden die Rettungskräfte alarmiert. An der fieberhaften Suchaktion waren insgesamt rund 50 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr Hann. Münden, des THW Hann. Münden, der Schnellen Einsatzgruppe Betreuung des ASB Göttingen-Stadt und der Wasserschutzpolizei eingesetzt. Von der Berufsfeuerwehr Kassel rückte der Wasserrettungszug mit vier Tauchern an. Einer von ihnen war es auch, der den Vermissten knapp anderthalb Stunden später (gegen 14.50 Uhr) schließlich flussaufwärts fand, rund sechs Meter von der Stelle entfernt, an der der junge Mann zuletzt lebend gesehen worden und anschließend untergegangen war. "Er lag auf dem Grund des Flusses in etwa drei Metern Tiefe", sagt Bettina Bachmann, Einsatzleiterin der BF Kassel. Für den Kölner kam jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.
Die anderen sechs Gruppenmitglieder und der Betreuer erlitten einen Schock. Sie wurden durch drei Notfallseelsorger betreut. Gegen 21 Uhr wurde die Gruppe aus Köln angeholt. Warum der 20-Jährige plötzlich unterging und ertrank ist unklar. Der Leichnam wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Todesursache soll jetzt eine Obduktion in der Göttinger Rechtsmedizin klären.
Drei Notfallseelsorger waren vor Ort.
Tauchergruppe der BF Kassel
SEG Betreuung des ASB Göttingen-Stadt

Der Tanzwerder aus der Luft.
Fotos: Stefan Rampfel