Knapp an einer Katastrophe vorbei (18.12.2008)


Am Donnerstag Morgen wäre es im Bereich der knapp 60 Meter hohen Werratalbrücke beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Aus Unachtsamkeit ist gegen 08.40 Uhr auf der Autobahn 7 in Fahrtrichtung Süd ein 52 Jahre alte Fahrer eines Gefahrgut-Sattelzuges mit seinem Tanklastzug ins Schleudern geraten. Er war beladen mit Nonylphenol, eine Mischung aus chemischen Verbindungen, die ätzend und umweltgefährlich ist.

Das Fahrzeug geriet genau auf der Werratalbrücke zu weit nach rechts auf den Standstreifen und touchierte die Außenschutzplanke, die bei der Kollision auf einer Länge von etwa 200 m erheblich beschädigt wurde. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Eintankauflieger blieb zum Glück unversehrt, so dass der giftige und ätzende Stoff nicht freigesetzt wurde. Aus dem aufgerissenen Kraftstofftank des Lkw traten jedoch rund 400 Liter Diesel aus und liefen auf die Fahrbahn und über das Abflusssystem der Werratalbrücke. Rund 100 Liter Diesel konnten von der Freiwilligen Feuerwehr Hedemünden aus dem beschädigten Tank abgepumpt werden. Die Feuerwehr Hann. Münden kontrollierte mit einem Boot die Werra auf Ölverschmutzungen.

In den entlang der Bundesstraße 80 unterhalb der Werratalbrücke vorhandenen Ölabscheidesystemen wurden die Dieselrückstände aufgefangen und durch eine Spezialfirma entsorgt. Das Gewässer der Werra wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei auf etwa 55000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergung des Lastzuges mussten der rechte Fahrstreifen und der Standstreifen gesperrt werden.

Knapp 60 Meter geht es in die Tiefe.

 

 

Die Außenschutzplanke verhinderte wohl Schlimmeres. Gut zu erkennen sind die  Beschädigungen.

 

 

Die Feuerwehr Hann. Münden kontrollierte mit einem Boot die Werra nach Ölverschmutzungen.

 

 

 

 

 

Fotos: Photo Burkhardt

 

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