Hoher Schaden bei zwei Wohnungsbränden (23./24.10.2009)


Bei zwei Wohnungsbränden in Göttingen und Uschlag ist am Freitag und Sonnabend ein Gesamtschaden von 110.000 Euro entstanden. Am Freitag ging um 15.28 Uhr die Meldung über ein Feuer in der Oberen Karspüle in der Göttinger Innenstadt ein. Bei Ankunft stellten die eingesetzten Kräfte fest, dass in dem betroffenen Objekt ein Zimmer einer Wohngemeinschaftswohnung in Vollbrand stand. Die vier anwesenden Personen konnten sich selbständig in Sicherheit bringen, erlitten allerdings alle bei eigenen Löschversuchen leichte Rauchgasvergiftungen. Alle Personen wurden mittels Rettungswagen in Göttinger Krankenhäuser verbracht. Zwei davon blieben zur Beobachtung dort. Die brandbetroffene Wohnung wurde durch die Polizei beschlagnahmt und ist nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden liegt bei bisher geschätzten 50.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Am Samstag brannte eine Souterrainwohnung im Staufenberger Ortsteil Uschlag. Gegen 15.20 Uhr hatte der Mieter der Wohnung aus der Küche Knister- und Knallgeräusche wahrgenommen. Bei der Nachschau stellte er fest, dass die Küchenzeile im Bereich des Elektroherdes bereits mit offener Flamme brannte. Er versuchte zunächst noch, das Feuer mit einer Decke selbst zu löschen, was jedoch nicht gelang. Aufgrund der starken Rauchentwicklung verließ er umgehend das Haus und verständigte sofort über Handy die Leitstelle Göttingen.

Beim Eintreffen der Stützpunktfeuerwehr Uschlag drang bereits starker Rauch aus der Kellerwohnung und dem Hauseingang zum Treppenhaus, der auch weithin sichtbar war. Um über genügend Atemschutz-Träger zu verfügen, wurden die Ortswehren Dahlheim, Escherode und Landwehrhagen nachalarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch bereits klar, dass sich keine Personen mehr im Haus aufhielten bzw. die Mieter der darüber liegenden Wohnungen nicht anwesend waren. Das Feuer wurde von fünf Trupps unter Atemschutz und mit  zwei C-Rohren bekämpft.   

Zum Einsatz kam auch ein Druckbelüfter, der das Treppenhaus und die geschädigte Kellerwohnung belüftete. Die darüber liegenden Wohnungen waren rauchfrei. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte vor Ort sowie ein Rettungswagen des ASB Uschlag, Gemeindebrandmeister, stellvertretender Gemeindebrandmeister und Abschnittsleiter West. Nach einer Stunde konnte “Feuer aus” gemeldet werden. Die Küche war völlig zerstört und die angrenzenden Zimmer, deren Einrichtung sowie Teile der Hausfassade durch Rauch und Hitze stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt. Die Polizei hat noch am gleichen Tag die Ermittlungen aufgenommen. Hier entstand ein Schaden in Höhe von 60000 Euro.

 

Fotos Feuer Göttingen

 

 

 

Fotos: Stefan Rampfel

 


Fotos Feuer Uschlag

 

 

 

 

 

 

Fotos: Lutz Muraro

 

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