
Verpuffung, Unfall und Demo (14.11.2009)
Acht Verletzte bei Verpuffung, mehrere
Rettungshubschrauber im Einsatz
Außerdem: Schwerer Verkehrsunfall bei Adelebsen und mehrere
Brände bei Demo in Göttingen
Nachdem schon der Freitag ein einsatzreicher Tag in Stadt und Landkreis Göttingen war, setzte sich die Einsatzhäufigkeit am Samstag fort. Als am Nachmittag gegen 15 Uhr eine unangemeldete Demonstration mit 1200 gewaltbereiten Linksextremen in der Innenstadt anfing, ereigneten sich fast zeitgleich zwei schwere Unfälle. An der Ausfahrt Adelebsen-Nord stieß ein 82-jähriger Motorroller-Fahrer mit einem Pkw zusammen. Der Rollerfahrer bog in Richtung Lödingsen ab und übersah den Pkw. Die Person wurde schwerst verletzt. Zum Einsatz kamen hier neben der Freiwilligen Feuerwehr Adelebsen der Rettungswagen aus Dransfeld, ein Notarzt aus Uslar und der Rettungshubschrauber aus Nordhausen (Christoph 37), weil der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 zeitgleich bereits zu einem Einsatz nach Elliehausen gerufen wurde.
Hier ereignete sich in einer Holzhütte außerhalb des Ortes eine Verpuffung, bei der die acht in der Hütte anwesenden Personen verletzt wurden, drei davon schwer. Alle kamen mit Brandverletzungen, vor allem am Kopf und an den Händen, davon. Beim Öffnen einer Lagerraumtür gab es eine Stichflamme, das Dach der Hütte wurde 30 Zentimeter nach oben gedrückt. Neben dem Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 wurde auch der Intensivtransporthubschrauber aus Halle (Christoph Sachsen-Anhalt) eingesetzt. Zwei Verletzte wurden in eine Spezialklinik für Verbrennungen nach Halle geflogen, die anderen sechs in Kliniken nach Göttingen, Weende und Northeim gefahren. Weiterhin waren sechs Rettungswagen, mehrere Notärzte sowie die Berufsfeuerwehr Göttingen, die Uniwache und die Ortsfeuerwehr Elliehausen mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Schadenshöhe beträgt etwa 5000 Euro, die Ursache ist noch völlig unklar, könnte aber mit Gas in Zusammenhang stehen, so Frank Gloth von der Berufsfeuerwehr Göttingen.
Am Abend dann ging es im Stadtgebiet von
Göttingen weiter: An mehreren Stellen brannten Papier- und
Müllcontainer, so zum Beispiel in der Oberen-Masch-Straße, in der Neustadt
und am Finanzamt. Im Rahmen der Polizei-Fahndung wurden gegen
19.10 Uhr vier Tatverdächtige von den Einsatzkräften
festgenommen. Das Deutsche Rote Kreuz, der
Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der
Malteser Hilfsdienst standen an der Zimmermannstraße mit vielen
Einsatzkräften für eventuelle Einsätze im Zusammenhang mit der
Demo in Bereitschaft.
Fotos Verpuffung
In dieser Holzhütte ereignete sich der Unfall.
Gut zu sehen: Das Dach wurde durch die Verpuffung 30 Zentimeter nach oben gedrückt.
Eingangsbereich der Hütte
Ein Rettungsassistent begleitet einen Verletzten zum Rettungswagen.
Der Göttinger Rettungshubschrauber Christoph 44 brachte einen Verletzten nach Halle.
Fotos Demo
Nachmittags: Demobeginn auf dem Marktplatz
Abends: Brennende Müll- und Papiercontainer, hier in der Neustadt.
Feuer Obere-Masch-Straße
Großes Polizeiaufgebot in der ganzen Stadt.
Fotos: Stefan Rampfel