
Pkw prallt in Motorradfahrer-Gruppe (27.08.2010)
Ein schrecklicher Unfall hat
sich am Freitag Mittag auf der Autobahn 7
zwischen der Raststätte Göttingen und dem
Autobahndreieck Drammetal ereignet. Ein
Autofahrer aus
Norddeutschland und zwei Motorradfahrer aus
Hessen wurden lebensgefährlich verletzt. Ein
weiterer Kradfahrer erlitt schwere Verletzungen.
Nach ersten Ermittlungen der Göttinger
Autobahnpolizei waren die drei Motorradfahrer
aus Hessen auf dem Weg in Richtung Heimat, als
sie von einem heftigen Regenschauer überrascht
wurden. Die drei Männer hielten daraufhin mit
ihren Maschinen kurz vor dem Autobahndreieck
unter einer Brücke auf dem Standstreifen an.
Nach derzeitigen Ermittlungen der Göttinger
Autobahnpolizei war zu diesem Zeitpunkt ein
63-jähriger Autofahrer aus Stade mit seinem Pkw
Audi Avant auf dem mittleren von drei
Fahrstreifen ebenfalls in
Fahrtrichtung Kassel unterwegs.
Nach Aussagen eines Zeugen wechselte plötzlich
ein unbekannter Pkw-Fahrer vom rechten auf den
mittleren Fahrstreifen, so dass der Audifahrer
nach rechts ausweichen musste, um einen
Zusammenstoß zu vermeiden. Bei dem
Ausweichmanöver geriet sein Wagen außer
Kontrolle, überquerte den Hauptfahr- und
Standstreifen und fuhr in die Kradfahrer, die an
dieser Stelle unter der Brücke offensichtlich
Schutz vor dem Starkregen suchten. Bei dem
Zusammenstoß wurden der 63 Jahre alte Audifahrer
und zwei 50 und 68
Jahre alte Motorradfahrer lebensgefährlich sowie
der dritte Kradfahrer (55 Jahre) schwer
verletzt. Der Pkw-Fahrer wurde in seinem
Fahrzeugwrack eingeklemmt.
An allen beteiligten Fahrzeugen entstand
wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtschaden
wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. An der
Unfallstelle waren vier Streifenwagen der
Göttinger Autobahnpolizei, vier Rettungswagen,
drei Notärzte, der Rettungshubschrauber
Christoph 44, die Freiwillige Feuerwehr Rosdorf
und die Göttinger
Berufsfeuerwehr im Einsatz.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten
musste die A 7 rund eine Stunde voll gesperrt
werden. Anschließend wurde der Verkehr ein- bzw.
zweispurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Es
bildete sich ein Rückstau von etwa sechs
Kilometern Länge.
Fotos: Stefan Rampfel