
Rauchmelder verhindert größeren Brandschaden (15.01.2011)
Am
Samstagnachmittag brannte die Hausfassade eines
Wohnhauses im Altdorf von Bovenden. Verletzt
wurde niemand.
Gegen 14:30 Uhr hörten
die Nachbarn den ausgelösten Rauchmelder im
Wohnhaus und alarmierten die Leitstelle der
Berufsfeuerwehr Göttingen. Die Leitstelle
alarmierte darauf die Ortsfeuerwehr Bovenden zu
einem Außenschornsteinbrand. Da einige
Ortsfeuerwehren schon auf dem Weg Richtung
Bovenden zum Neujahrsempfang waren, wo dieses
Jahr die Brandschutzerzieher der Feuerwehren
geehrt wurden, bemerkte u. a. der stellv.
Gemeindebrandmeister Holger Gottschling den
Brand in Bovenden. Er fuhr sofort die
Einsatzstelle an und erkundete die Lage.
Das Alarmstichwort wurde auf Wohnhausbrand erweitert und die Ortsfeuerwehr Lenglern, die Drehleiter der Berufsfeuerwehr und ein RTW wurden nachalarmiert. Die Ortsfeuerwehr Bovenden setzte ein Atemschutztrupp (mit Hohlstrahlrohr und Wärmebildkamera) zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude ein, da die Bewohner draußen nicht anzutreffen waren. Zudem wurde ein Druckbelüfter eingesetzt, um den Brandrauch aus dem Haus zu bekommen. Erst später stellte sich heraus, dass die Eltern unterwegs waren und nur die Tochter, die unverletzt blieb, zu Hause war.
Draußen wurde derweil die Brandbekämpfung mit Schnellangriffsschlauch und B-Rohr vorgenommen. Da es sich um ein verkleidetes Fachwerkhaus mit Außenschornstein handelte, musste die Hausfassade und Teile des Daches entfernt werden, um den Brand endgültig zu löschen. Mit der Wärmebildkamera wurden die Glutnester ausfindig gemacht und mit Hilfe von Kettensägen die Fassadenverkleidung entfernt, um die Glutnester abzulöschen. Während des Einsatzes war die Straße Vor dem Tore voll gesperrt und der Verkehr von der Polizei umgeleitet. Das Drehleiterpersonal übernahm die Erkundung von oben aufs Dach und unterstütze bei den Arbeiten mit der Kettesäge an der Fassade. Insgesamt waren sieben Atemschutztrupps im Einsatz. Um 15:45 Uhr konnte "Feuer unter Kontrolle" und um 16:30 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden.
Die Schadenshöhe wird auf ca. 25.000 Euro geschätzt. Die genaue Brandursache ist noch unklar und wird von der Polizei ermittelt. Man geht aber davon aus, dass der Familienvater vor seiner Abreise zu viel den Kamin angeheizt hat und dadurch der Brand entstanden ist.
Im Einsatz waren die OF Bovenden und Lenglern
mit ca. 60 Einsatzkräften, ein
Gerätewagen-Nachschub von der FTZ, ein RTW und
die Drehleiter der Berufsfeuerwehr,
Gemeindewerke Bovenden und die Polizei.
Dichte Bebauung im Altdorf Bovenden
Druckbelüfter an der Hauseingangstür
Rückseite des Wohnhauses, Hinter der Holzfassade brannte es
Fotos: Marcel Lahrsow (5), Stefan Rampfel (4); Text: Marcel Lahrsow