JF Friedland: 24-Stunden-Übung (21.08.2004)


"Einsatz für die Feuerwehr Friedland-Elkershausen" tönt es aus dem Megaphon im Feuerwehrhaus Friedland. 18 Jugendliche gehen daraufhin gespannt in die Fahrzeughalle, ziehen ihre Jugendfeuerwehr-Kleidung an und besetzen die Feuerwehr-Fahrzeuge, um zum Einsatz auszurücken. "Es ist fast wie bei den Großen, nur dass wir ohne Blaulicht und Martinshorn fahren und keine Sprechfunkgeräte benutzen", erzählt Jugendwartin Michaela Facca-Warnecke. Außerdem läuft alles ohne Zeitdruck ab. Das ist Voraussetzung für die Einsatzübung der Jugendfeuerwehr, die am Wochenende im Rahmen einer 24-Stunden-Übung stattfand. Übernachtet wurde in Schlafsäcken in der Halle. Zu fünf fingierten Einsätzen rückten die Jugendlichen aus. Retten einer verletzen Person, Böschungs- und Scheunenbrand und das Abstreuen einer Ölspur standen auf dem Programm. Dabei wurde das Öl durch Wasser ersetzt und nicht mit Ölbindemittel, sondern mit Holzspänen abgestreut. Der Qualm beim Scheunenbrand wurde durch eine Nebelmaschine erzeugt. 

Den Abschluss bildete dann aber ein "echtes" Feuer: Ein Haufen Stroh brannte nahe des Sportplatzes und musste von den 10- bis 18-jährigen Blauröcken gelöscht werden. Dazu wurde mit einer Saugleitung Wasser aus der Leine entnommen, über lange Wegstrecke befördert und schließlich mit mehreren Rohren auf das Feuer gespritzt. Mit ihren selbstgebauten Atemschutzgeräten sahen die Jugendlichen fast aus wie die aktiven Einsatzkräfte. "Seit Anfang des Jahres ist es offiziell erlaubt, dass auch die Jugendlichen mit Wasser üben", so Facca-Warnecke. "Das motiviert die Jugendlichen ungemein." Die Idee kam von den hessischen Kollegen aus Witzenhausen, wo jedes Jahr eine solche Übung stattfindet. Ein weitere Vorteil: Der Zusammenhalt zwischen Aktiven und Jugendfeuerwehr wird gestärkt. Die nächste 24-Stunden-Übung soll in zwei Jahren durchgeführt werden. 

Alarm: Umziehen im Feuerwehrhaus

 

Ankunft an der Einsatzstelle: das TLF 8-W Friedland

 

Gelöscht wurde mit D-Rohren

 

Verlegen einer B-Leitung, im Hintergrund das "echte" Feuer. Die direkte fachliche Aufsicht erfolgte durch aktive Feuerwehrangehörige, damit ein sofortiges Eingreifen  gewährleistet war.

 

Mit dem Rettungsknoten gesichert, ...

 

... um die Saugleitung in die Leine zu legen. 

 

"Das macht Spaß"

 

Durch die Einsätze werden die Jugendlichen an den aktiven Dienst praxisnah herangeführt. 

 

Die selbstgebauten Atemschutzgeräte sehen fast wie echte aus. 

 

Lagebesprechung: Melder und Zugführer

Fotos: Stefan Rampfel

 

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