Menschrettung im Heidkopftunnel (13.11.2004)


Alarm für zehn Feuerwehren aus der Gemeinde Friedland am Sonnabend Vormittag. Einsatzziel ist der in Bau befindliche Heidkopftunnel bei Reiffenhausen. Im Tunnel sind durch echten Qualm und echte Bauarbeiter ideale Bedingungen für eine realitätsnahe Übung geschaffen. Das Feuer wird durch zwei Nebelmaschinen simuliert, die die Nordröhre des in Bau befindlichen Tunnels fast komplett mit Rauch füllen und eine Sichtweite von nur wenigen Metern ermöglichen. Als Lage wurde angenommen, dass in 1300 Metern Tiefe ein Brand ausgebrochen ist. Drei Bauarbeiter konnten in den Rettungscontainer flüchten, ein Mitarbeiter wurde unter einer Maschine eingeklemmt. "Die Vorgehensweise bei Bränden im Tunnel ist anders als bei normalen Einsätzen", erläutert Gemeindebrandmeister Berndt Sievers. "Hier müssen wir besondere Atemschutzgeräte benutzen." Dabei handelt es sich um so genannte Regenerationsgeräte, mit denen ein Feuerwehrmann bis zu vier Stunden im giftigen Rauch arbeiten kann. Bei normalen Atemluftgeräten ist die Luft bereits nach 25 Minuten verbraucht. Die Trupps rüsten sich am Feuerwehr-Container vor dem Tunnelportal mit den Geräten aus und fahren dann mit Feuerwehrfahrzeugen in den Tunnel hinein. Es wird immer die Röhre benutzt, die nicht vom Brand betroffen ist. 

Anfang nächsten Jahres soll der Durchbruch der beiden Tunnelröhren in Thüringen erfolgen. Ende 2006 soll die Autobahn 38 durchgängig bis Halle befahrbar sein. Für die Übung wurden die Bauarbeiten extra unterbrochen.

Aufstellfläche vor dem westlichen Tunnelportal

Auch vor Ort: der Rettungswagen Friedland

 

Ausrüsten mit Regenerationsgeräten im Feuerwehr-Container

 

Bereitmachen des Gerätes

 

mit Scheibenwischer: extra Atemschutzmasken

 

Ankunft im Tunnel in der Röhre, die nicht vom Brand betroffen ist

 

... dann geht es zu Fuß weiter

 

Bauarbeiter mit Selbstretter

 

der RW 2 aus Groß Schneen im Tunnel

 

die "verletzte Person" ist gerettet

 

Text, Fotos: Stefan Rampfel

 

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