Waldbrandgefahr steigt (07.08.2004)


Während der Waldbrandsaison (März bis Oktober) stellt der Deutsche Wetterdienst täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland bereit. Die Berechnung der Waldbrandgefahr erfolgt auf der Basis des M-68-Modells. Die Gefährdungsklassifikation umfasst 5 Stufen (1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr). Während in Südniedersachsen am Donnerstag noch Gefährdungsstufe 3 (= mittlere Gefahr) herrschte, gilt seit Freitag (06. August) bereits Stufe 4 (= hohe Gefahr). Aus diesem Grund sollten keine Zigaretten oder Glas weggeworfen oder das Auto mit Katalysator auf trockenes Gras gestellt werden.

 Ebenfalls interessant ist der so genannte Grasland-Feuerindex (GLFI), der sich noch im Probebetrieb befindet. Dieser Index beschreibt die Feuergefährdung von offenen, nicht abgeschatteten Geländes mit abgestorbener Grasauflage. Hier liegt die Gefährdungsstufe für Südniedersachsen derzeit bei 5 (= sehr hohe Gefahr). Hier wird häufig ein höheres Feuerrisiko als beim Waldbrandindex angezeigt, da unter Freilandbedingungen Strahlung und Wind einen stärkeren Einfluss auf die Verdunstung und damit auf den Wassergehalt der toten Biomasse besitzen.

Inzwischen hat es - auch im Bereich Göttingen - die ersten Brände infolge Trockenheit gegeben.

 

Waldbrandgefahrenindex Grasland-Feuerindex

 Links: 

Waldbrandgefahrenindex für Göttingen

Grasland-Feuerindex für Göttingen

Brand eines Getreidefeldes am 04.08.2003 bei Bovenden

 

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