
Fahrsicherheitstraining (05.11.2005)
Am Wochenende fand erstmals ein
Fahrsicherheitsprogramm für Führer von Feuerwehrfahrzeugen, veranstaltet vom
Kreisfeuerwehrverband, statt. Ziele dieses Programms sind u. a. das
rechtzeitige Erkennen von Konflikten im Straßenverkehr, die Erhaltung der
physio-psychischen Leistung und damit die Fähigkeit, Gefahren zu vermeiden und
Risiko reduzierend zu fahren. Genauso ist das Aufzeigen von Grenzen der eigenen
Fahrfertigkeit und der beschränkten Kontrolle über das Verhalten des
Kraftfahrzeuges unter dem Einfluss von Witterungsbedingungen wichtig.
Dieses Sicherheitsprogramm soll als eine Maßnahme verstanden werden, mit der
das Sicherheitsbewusstsein, also das Sicherheitsdenken, das Sicherheitsempfinden
und - damit verbunden - verantwortungsbewusstes Handeln der Einsatzfahrer gefördert
werden soll. Entscheidend dazu ist vor allem die Einsicht, dass Sicherheit durch
mehr Vorausdenken beim Fahren erreicht wird.
Unter Leitung von Siegfried Burmeister, Hauptlöschmeister aus Gimte, konnten am
Samstag und Sonntag jeweils zwölf Feuerwehrangehörige aus Adelebsen,
Dransfeld, Hann. Münden, Hedemünden, Hemeln und Staufenberg ihr Können unter
Beweis stellen. Im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Gimte wurde Theorie, z. B.
Stress am Steuer bei einer Einsatzfahrt, Fahrphysik und Fahrzeughandling,
unterrichtet.
Auf dem Gelände des Bildungsinstituts der Polizei Niedersachen wurde dann die
Theorie mit mehreren Feuerwehrfahrzeugen in die Praxis umgesetzt.
Fahrzeugbedienung und -handling
wurde gelernt. Dabei zeigte sich, dass der tote Winkel - besonders bei einem LKW
- größer ist, als die meisten Teilnehmer dachten. Personen, die sich in diesem
toten Winkel aufhalten, sind vom Fahrer nicht erkennbar. Die Sitzposition muss
gut eingestellt werden, d. h. das linke Bein darf bei durchgetretener
Kupplung nicht gestreckt, sondern muss leicht angewinkelt sein. Nur dann kann
man im Falle eines Falles richtig bremsen oder ausweichen.
"Höfchen fahren": Auf kleinstem, mit rot-weißen Verkehrsleitkegeln
abgegrenztem Raum ein Feuerwehrfahrzeug vorwärts oder rückwärts zu wenden,
erfordert einiges an Übung. Aber Burmeister, der extra für dieses
Fahrsicherheitsprogramm eine Moderatorenschulung bei der
Verkehrssicherheitswacht absolviert hat, bringt die Informationen gut rüber. Im
Einsatzfall ist der Wenderaum nicht mit Verkehrsleitkegeln abgegrenzt, sondern
mit Autos oder Mauern.
2006 werden die gelernte Theorie und Praxis auf dem Übungsgelände des ADAC in
Hannover vertieft.
Theorieunterricht im Gimter Feuerwehrhaus
Praxisausbildung auf dem Gelände des Bildungsinstituts der Polizei Niedersachen
Gruppenfoto
Fotos: Photo Burkhardt, Hann. Münden