Karl-Heinz Niesen erneut Kreisbrandmeister


Karl-Heinz Niesen wurde auf einer Dienstversammlung in Holtensen für sechs weitere Jahre zum Kreisbrandmeister gewählt. Insgesamt waren 103 von 135 wahlberechtigten Orts-, Stadt- und Gemeindebrandmeister der Einladung gefolgt. 75 stimmten dabei mit "Ja", 23 gaben ihre Stimme gegen den einzigen Kandidaten ab, fünf enthielten sich. Landrat Reinhard Schermann bedankte sich für die "ganz hervorragende Zusammenarbeit" in den letzten sechs Jahren. "Ich stehe zur Feuerwehr, ohne Wenn und Aber", so Schermann. Und weiter: "Ich bin überzeugt, dass Sie eine gute Wahl getroffen haben." Das Amt des Kreisbrandmeisters sei mehr als ein Ehrenamt. Man müsse Führungs- und Managerqualitäten besitzen. Nun ist es nur noch Formsache: Der Landrat muss dem Regierungsbrandmeister zu der Wahl anhören, erst dann kann Niesen dem Kreistag zur Ernennung vorgeschlagen werden. Die neue Amtszeit beginnt Anfang Juni. 

In seinem Bericht ging der Kreisbrandmeister auf die vergangenen sechs Jahre ein: Er erinnerte unter anderem an die Schneeverwehungen an Weihnachten 2001, den Hochwassereinsatz 2002, wo die Koffer für eine Hilfsreise an die Elbe schon gepackt waren und die lang anhaltende Hitzeperiode im Jahr 2003. In den sechs Jahren seiner Amtszeit hat Niesen 800000 Euro ausgegeben - vor allem für Neuanschaffungen von Fahrzeugen. In seiner nächsten Amtsperiode werden den alten und neuen Kreisbrandmeister die Projekte Digitalfunk, "bunte Leitstellen" und eine weitere Erneuerung des Fahrzeugparks beschäftigen. 

Uwe Ippensen, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, referierte in seinem Vortrag über die Neustrukturierung nach der Polizeireform. Bei der Polizeidirektion Göttingen gibt es 2266 Polizeivollzugsbeamte, die für 1,325 Millionen Einwohner zuständig sind. "Es gibt keinerlei Tendenzen, dass die Feuerwehr von der Polizei dominiert werden soll", so Ippensen zu der Tatsache, dass der Brandschutz seit kurzem bei den Polizeidirektionen angesiedelt ist. "Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist sehr gut, und das wird auch so bleiben." 

Dr. Martin Schäfer, Chef der Göttinger Berufsfeuerwehr gab einen kurzen Einblick über die Einführung einer neue Software für die Feuerwehr-Einsatzleistelle für Stadt und Landkreis Göttingen. "Aus ELVIS wird ELSA", so Schäfer. Der Vorteil sei die unproblematische Erweiterbarkeit der Disponenten-Plätze. So könne auch die Polizei ohne Probleme mit diesem System arbeiten. Die Kosten beliefen sich auf rund eine halbe Million Euro. Am Sonntag, 13. März, geht die neue Software in Betrieb. 

103 Wahlberechtigte (Ortsbrandmeister bzw. Stellvertreter sowie Stadt- und Gemeindebrandmeister) waren anwesend

 

Die geheime Wahl fand in kleine "Kabinen" statt. 

 

Cornelia Metje vom Landkreis Göttingen verteilt die Stimmkarten an die Wahlberechtigten

 

Abgabe der Stimmkarten

 

Das Ergebnis steht fest: Karl-Heinz Niesen wurde wiedergewählt - Landrat Reinhard Schermann gratuliert

 

Karl-Heinz Niesen

 

Landrat Reinhard Schermann

 

Dr. Martin Schäfer, Chef der Göttinger Berufsfeuerwehr, bei seinem Vortrag über die neue Leitstellensoftware

 

Diskussion am Rande der Veranstaltung: Karl-Heinz Niesen unterhält sich mit Uwe Ippensen, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Göttingen. Landrat Reinhard Schermann und Abschnittsleiter Ost, Heinrich Marx, lauschen. 

Text, Fotos: Stefan Rampfel

 

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