Werkfeuerwehr Otto Bock anerkannt


Mit Blaulicht zum Einsatz - Feierliche Anerkennung der Otto Bock Werkfeuerwehr

Mit der Übergabe der Urkunde ist die betriebseigene Feuerwehr der Firmengruppe Otto Bock nun auch offiziell als Werkfeuerwehr anerkannt worden. In einer Feierstunde am 3. Mai 2007 auf dem Firmengelände in Duderstadt nahm Professor Hans Georg Näder, der Geschäftsführende Gesellschafter von Otto Bock, die Urkunde aus den Händen von Polizeipräsident Hans Wargel entgegen. „Sicherheit hat bei uns oberste Priorität“, betonte Hans Georg Näder in seiner Dankesrede. Die Löschanlagen und die Brandmeldetechnik von Otto Bock sind auf dem neuesten Stand, zum Fuhrpark der Werkfeuerwehr gehören unter anderem eine Drehleiter mit Korb sowie ein Tanklöschfahrzeug. Untergebracht ist die Werkfeuerwehr in einem neuen Gerätehaus.

„Mit Ihrem Engagement für den Brandschutz und mit der Qualifizierung einer Werkfeuerwehr leisten Sie als Unternehmer einen großen Beitrag, nicht nur für die Sicherheit Ihres Unternehmens und der darin Beschäftigten. Sie übernehmen damit auch soziale Verantwortung für Duderstadt, die Region und die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger“, sagte Polizeipräsident Wargel bei der Übergabe der Anerkennungsurkunde. Im Gegensatz zu einer Betriebsfeuerwehr hat die Werkfeuerwehr einen rechtlichen Status. Sie darf bei ihren Einsätzen mit Blaulicht und Martinshorn fahren und per BOS-Funk mit der Leitstelle und den anderen Wehren kommunizieren. Zudem kann die Werkfeuerwehr, die von Otto Bock eingesetzt, ausgerüstet und bezahlt wird, künftig auch zu Einsätzen außerhalb des Firmengeländes von der öffentlichen Feuerwehr zur Unterstützung angefordert werden.

Die Werkfeuerwehr von Otto Bock untersteht der Aufsicht der Polizeidirektion Göttingen. Sie wird von der Behörde regelmäßig überprüft und muss bestimmte Voraussetzungen und Standards erfüllen. So sind unter anderem pro Jahr und pro Mitglied mindestens 40 Ausbildungsstunden vorgeschrieben. „Wir betrachten die Anerkennung zur Werkfeuerwehr als eine Auszeichnung für unser bisheriges nebenberufliches Engagement“, sagte Werk-Oberbrandmeister Michael Bonse, der die Werkfeuerwehr mit zurzeit 38 Mitgliedern leitet. Einige der Männer sind seit vielen Jahren dabei und zusätzlich in den Freiwilligen Feuerwehren ihres Wohnortes aktiv. „Bei einem so großen Betrieb sind gute Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten besonders wichtig“, erläuterte Bonse. „Wir wissen zum Beispiel genau, wo Gefahrenstoffe gelagert sind und können so im Notfall besonders schnell handeln.“

2007 hatten die Brandschützer von Otto Bock bereits sieben Einsätze, darunter eine Technische Hilfeleistung nach Sturm sowie ein Löscheinsatz bei einem Großbrand in Westerode im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe. Auch 2006 rückte die damalige Betriebsfeuerwehr, aus der die Werkfeuerwehr hervor gegangen ist, sieben Mal aus. Darunter war der Großbrand am 10. Mai, wo sich ein Schaumblock selbst entzündet hatte. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden und damit verbundene Produktionsausfälle verhindert werden.

Neben der Werkfeuerwehr unternimmt die Otto Bock Firmengruppe große Anstrengungen beim vorbeugenden Brandschutz durch den Einsatz modernster Brandmeldetechnik, die Installation von automatisch stationären Löschanlagen und in der Löschwasserversorgung. Im Bereich der Polizeidirektion Göttingen versehen 32 Werkfeuerwehren in verschiedenen Unternehmen ihren Dienst. Dazu gehören zum Beispiel die Werkfeuerwehren der Robert Bosch GmbH in Göttingen, Symrise GmbH & Co. KG in Holzminden, ContiTech GmbH in Northeim oder die im Dezember 2006 in Dienst gestellte Werkfeuerwehr der KWS SAAT AG in Einbeck. Die Werkfeuerwehr der Firmengruppe Otto Bock ist nach der KWS SAAT AG in Einbeck die zweite Werkfeuerwehr die von der Polizeidirektion Göttingen nach der Umorganisation anerkannt worden ist.

 

 

Polizeipräsident Hans Wargel überreicht die Urkunde an Prof. Hans-Georg Näder

 

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