
Göttinger Rettungshundestaffel einsatzbereit (24.03.2008)

Die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (Ortsverband Göttingen-Stadt) ist seit kurzem einsatzbereit. Bei Tag und Nacht können vermisste Personen in Flächengebieten, wie zum Beispiel im Wald oder in der Feldmark, mit Rettungshunden gesucht werden. Dafür stehen der Göttinger Staffel im Moment drei geprüfte Teams zur Verfügung. Ein Team besteht aus einem Rettungshund und dem Hundeführer bzw. der Hundeführerin. Die ASB-Rettungshundestaffel Göttingen hatte seit Anfang 2008 bereits vier Einsätze.
Alarmierung
Die Leitstelle Göttingen alarmiert die Rettungshundestaffel über Funkmeldeempfänger. Nach der Alarmierung rücken die ehrenamtlichen Kräfte wenig später aus. Neben den Rettungshundeteams besteht die Staffel weiterhin aus Führungskräften, Rettungspersonal und weiteren Helferinnen und Helfern. Das Einsatzgebiet reicht über die Grenzen von Stadt und Landkreis Göttingen hinaus, da Kooperationen mit anderen Staffeln in Hessen und Niedersachsen bestehen. Für die anfordernde Stelle entstehen im Einsatzfall keine Kosten. Auch die Feuerwehen aus Stadt und Landkreis Göttingen sowie die Polizei können die Rettungshunde bei Bedarf anfordern.
Wie wir helfen können
Die ASB-Rettungshundestaffel rückt aus, um vermisste Personen zu suchen. Das kann ein Kind sein, das sich im Wald verlaufen hat, das können Patienten mit Schock nach Verkehrsunfällen sein, das können aber auch ältere, verwirrte Personen sein, die sich verlaufen haben und orientierungslos sind.
Die Rettungshunde verfügen über einen exzellenten Geruchssinn. Kombiniert mit Schnelligkeit und Wendigkeit kann ein ausgebildeter Rettungshund dementsprechend sehr effektiv arbeiten. Zusammen mit dem taktischen Wissen und der Unterstützung durch den Hundeführer bzw. die Hundeführerin ist die Suche mit Rettungshundeteams weitaus effizienter im Vergleich zu einer Suchkette aus Menschen und allen momentan erhältlichen technischen Geräten. Die Leistungsfähigkeit der Göttinger Rettungshundestaffel zeigte sich unter anderem bei einem Einsatz in Fuldabrück-Dörnhagen (Landkreis Kassel) im Februar 2008. Die Rettungshundestaffel Nordhessen forderte das Göttinger Team zur Unterstützung bei der Suche nach einem 14-jährigen Mädchen an. Vor Ort wurde das Einsatzgebiet taktisch aufgeteilt. Die drei Hundeteams aus Göttingen suchten zusammen mit dem begleitenden Rettungspersonal von 1 Uhr bis 5 Uhr morgens verschiedene Wald- und Feldbereiche ab. Die Teams wurden dabei aus dem Einsatzleitwagen des ASB Göttingen-Stadt geführt. Insgesamt dauerte der Einsatz acht Stunden.
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage: www.asb-goettingen.com




Fotos: ASB