
125 Jahre Ortsfeuerwehr Grone (12.09.2009)
Die Ortsfeuerwehr Grone ist bereits die
vierte Freiwillige Feuerwehr der Stadt Göttingen, die in diesem Jahr ein
Jubiläum feiern kann. Nach Elliehausen, Hetjershausen und Esebeck, die alle auf
75 Jahre ihres Bestehens zurückblicken können, waren es bei der Feuerwehr Grone
gleich 125 Jahre, die es zu feiern galt. Bereits Ende April wurden die
Festlichkeiten mit einem Paukenschlag eingeläutet. Denn Glenn Walbaum und Peter
Grande, besser bekannt als das Duo Fritze Brinkmann und Heinrich Eickemeier,
kamen auf ihrer Abschiedstournee von „Hier höre zu“ in der Mehrzweckhalle Grone
vorbei. Und auch der Tanz in den Mai wurde von der Feuerwehr Grone ausgerichtet.
Am 2. September 1884 als Verein gegründet, entwickelte sich die Feuerwehr Grone
stetig. Bis 1964 war die Feuerwehr Grone immer eine selbstständige Gemeinde. Am
1. Juli 1964 wurde der Ortsteil Grone in die Stadt Göttingen eingegliedert.
Somit wurde die Feuerwehr nunmehr ein Teil der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt
Göttingen. Seit dem 30. August 1984 ist die Heimat der Schülerstieg, denn an
diesem Tag wurde nach 20-jähriger Planung das neue Gerätehaus eingeweiht.
Ein sehr wichtiger Bestandteil in der
heutigen Zeit ist der im Jahr 1983 gegründete Feuerwehrverein. Heute stehen den
32 Aktiven und 8 Jugendlichen ein LF16/12, ein LF 16 TS , ein ABC-Erkunder, ein
MTW sowie ein Schaum-Wasser-Werfer Anhänger zur Verfügung. Nähere Angaben zur
Geschichte, Fahrzeuge und Mannschaften findet man auch unter
www.of-grone.de).
Am Samstag, 12.Spetember, wurde groß gefeiert. Los ging es um 10 Uhr mit einem
Sektempfang, an dem Vertreter der Politik, der Feuerwehren, der Groner Vereine
und allen Freunden teilnahmen. Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr betonte, dass
die Feuerwehr aus Grone einfach nicht mehr wegzudenken ist. Immer helfende
Hände, auch außerhalb des Einsatzgeschehens und die tollen Ideen bei den
Kirmesumzügen würden den Groner Bürgern schmerzlichst fehlen. "Bitte macht
weiter so!" so die Ortsbürgermeisterin.
Um Punkt 12 Uhr heuten in Grone die Sirenen. Auch die Funkmeldeempfänger der Aktiven riefen zu einer Übung am Gemeindehaus. Dort mussten unter den Augen zahlreicher Zuschauer zwei Personen aus dem verrauchten Obergeschoß gerettet werden. Außerdem wurde ein umfangreicher Löschangriff aufgebaut. Von 13 bis 18 Uhr konnte sich die Bevölkerung ein Bild der Ortsfeuerwehr Grone im Feuerwehrhaus am Schülerstieg machen. Eine Fahrzeugschau sowie Vorführungen von Staub- und Fettexplosionen, ein dreiteiliger Löschangriff der Jugendfeuerwehr war ebenso zu sehen und umlagert, wie Spritzwand, Schminktisch und Hüpfburg für die Kleinen. In der Fahrzeughalle konnte eine große Ausstellung von Feuerwehrhelmen aus aller Welt bestaunt werden. Auch der Feuerwehrverein Grone stellte sich mit einem eigenen Stand vor.
Eine Modenschau der verschiedenen Einsatz-
und Ausgehuniformen fand bei den Besuchern großen Anklang. Zum Abschluss gab es
für die Besucher noch eine wichtige Erkenntnis. An einem normalen
Wohnzimmersessel, in dem eine glimmende Zigarettenkippe gelegt wurde, konnte man
sehen, wie schnell so ein Möbelstück brennen kann. Die dabei entstehenden
Rauchgase waren enorm und können tödlich sein. Hier sah man, wie wichtig
Rauchmelder in jeder Wohnung bzw. im Zimmer sein können.
Sektempfang mit Vertretern aus
Politik, Feuerwehr und Vereinen
Ortsbrandmeister Holger Lehrum als
„Hahn im Korb“ bei den Damen der Politik mit
Brigitta Eiselt, Birgit Sterr, Helmi Behbehani, Renate Bank, Maria Gerl-Plein
Übung im Gemeindehaus am Greittor
Vorführung „Staubexpolsion“
Vorführung der Jugendfeuerwehr Grone mit einem dreiteiligen Löschangriff
Zeitungsausschnitte auf Infowänden
in der Fahrzeughalle regten zum Lesen an
Abschluss der Modenschau
So schnell brennt ein
Wohnzimmersessel
Text, Fotos: Thomas Kleinhans