
13. Juni: Bundesweiter Rauchmeldertag
Bei Bränden sterben 95 % der Personen an den Folgen des giftigen Brandrauchs,
nur 5 % an den Verbrennungen.
In fast jedem Fall gilt aber:
Brandtote sind Rauchtote
Allein in Deutschland bricht pro Jahr weit über 200000 mal ein Feuer aus. Jeden Tag brennt es also etwa 550 mal in Deutschland. Dabei sterben jährlich über 400 Menschen. Schlafende können auf Grund einer eintretenden Vergiftung durch den hohen Kohlenmonoxidgehalt im Brandrauch ohnmächtig werden, ohne vorher aufzuwachen. Entscheidend ist deshalb, den Brand möglichst schnell zu entdecken, um Zeit für Brandmeldung und Brandbekämpfung sowie für eine evtl. Flucht zu gewinnen.
95 Prozent aller Brandopfer verbrennen nicht - sie ersticken an dem entstehenden giftigen Brandrauch. Diese traurige Erkenntnis gilt für Brände in privaten Wohnungen ebenso wie für Katastrophen großen Ausmaßes, z. B. im Düsseldorfer Flughafen 1996, wo 17 Menschen einer Rauchvergiftung erlagen. Der Rauch ist bei einem Brand das größte Problem für die Menschen im Gebäude und für die Feuerwehr. Die Folgen sind dramatisch: Innerhalb von weniger als drei Minuten sinkt durch den entstehenden Rauch die Sichtweite so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können. Erschwerend kommt die hohe Kohlenmonoxid-Konzentration hinzu. Diese steigt im Laufe des Brandes sprunghaft an und führt von Kopfschmerzen über zunehmende Vergiftungen und Bewusstlosigkeit bis zum Tod. Rauch breitet sich 40 mal schneller aus als Feuer.

DENN: Im Schlafzustand funktionieren die Geruchsnerven nicht.
Man riecht den Rauch also nicht.
UND STIRBT IM SCHLAF !!!
Und: Ein Feuer kann überall entstehen (Elektrizität, etc.), auch bei IHNEN zu Hause.
Darum: Rauchmelder!
In Skandinavien, England und den USA sind Rauchmelder bereits gesetzlich vorgeschrieben. Die Zahlen belegen, wie nützlich dies ist, denn hier ist die Zahl der Brandtoten um über 40 Prozent gesunken. In Deutschland besteht schon in sechs Bundesländern eine Rauchmelderpflicht. Niedersachsen gehört noch nicht dazu.
Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Hochwertige Rauchmelder mit VdS-Zeichen funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Bei normalem Zigarettenqualm lösen sie nicht aus. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönen bei diesen Geräten rechtzeitig Warnsignale.
Heutzutage gibt es Rauchmelder bereits für unter 5,- Euro.
Soviel sollte Ihnen Ihr Leben wert sein.
Heimrauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können

Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder pro Etage. Ganz nach Ihrer Wohnsituation können Sie mit mehreren Geräten einen optimal erweiterten Schutz erreichen.
Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:
Befestigen Sie Rauchmelder ...
immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt,
an der Decke in der Raummitte, bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt,
nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft.
nicht in der Dachspitze,
nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht (Bad, Wirtschaftsgebäude).

Was tun, wenn es brennt?
Denn soweit muss es nicht kommen:
Göttingen
Göttingen
Diemarden
Bei einem Feuer bleibt von der Einrichtung nichts über! Hier in Göttingen im Juni 2004.
Innerhalb kürzester Zeit wird nicht nur die gesamte Einrichtung zerstört, auch Menschenleben sind in Gefahr! In fast all diesen Fällen hätte ein Rauchmelder für unter 5 Euro ein solches Feuer verhindert.
DESHALB: Rauchmelder !!!
Am Rande:
"Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen ein Glückfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss!"
Mit diesem Satz eines Grundsatzurteils unterstreicht das Oberverwaltungsgericht Münster die Wichtigkeit von Maßnahmen zur Brandvorbeugung (unter anderem auch durch Rauchmelder).
Quelle: OVG Münster, Urteil
vom 11.12.1987, 10 A 363/86, VG Gelsenkirchen, Urteil vom 14.11.1985, 5 K
1012/85)
Freitag, der 13., wird Ihr Glückstag sein, wenn Sie jetzt Rauchmelder installieren.
Am 13.06. ist
bundesweiter Rauchmeldertag.
An diesem bundesweiten Aktionstag der Feuerwehren, der Schornsteinfeger und der
Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ wird die Bevölkerung aufgerufen, Rauchmelder
von geprüfter Qualität zu kaufen, diese auch zu installieren und regelmäßig zu
prüfen.
Vier Schritte zu Ihrem persönlichen Glückstag:
1. Rauchmelder
kaufen.
Rauchmelder sind Lebensretter. Allerdings nur, wenn sie von geprüfter, guter
Qualität sind. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-anerkannte Rauchmelder DIN EN 14604.
Diese Produkte werden von der VdS Schadenverhütung anhand der Vorschriften der
europaweit geltenden Norm geprüft.
2. Rauchmelder
installieren.
Viele Rauchmelder werden in bester Absicht gekauft, dann aber nie installiert.
Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die
Feuerwehren, Schornsteinfeger und das Forum Brandrauchprävention in der vfdb
rufen eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren. Nur
dann wird Freitag, der 13., ein Glücktag sein.
3. Bei großen
Wohnungen und Häusern beim Kauf auf Vernetzungsmöglichkeiten achten.
Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Ankauf von
Rauchmeldern auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen
Rauchmeldern (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte
wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder alarmieren und Sie so
rechtzeitig über die Gefahr informiert werden. Wichtige Sekunden im Ernstfall
können Ihr Leben retten.
4. Nach dem Urlaub
Rauchmelder testen.
Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern wird die Notwendigkeit des Batteriewechsels
ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden
Signalton angekündigt. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der
Regel ein Jahr. Daher sollte zur Sicherheit nach dem Urlaub und jeder längeren
Abwesenheit ein Rauchmelder mittels Prüfknopf auf seine Funktionsfähigkeit hin
getestet werden. Die Feuerwehren empfehlen für mehr Sicherheit, nur Rauchmelder
mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren zu verwenden.
So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und leisten
gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.
Zwei Drittel aller
Haushalte sind noch immer ungeschützt:
Noch immer schützen laut Forsa-Umfrage nur 31 % der Deutschen ihr Heim mit einem
Rauchmelder. Weitere 5 % besitzen einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht
installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich
ausgetauscht werden müssen, und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein
gefährliches Leben in vermeidlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung
mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert
gegenüber Familien mit Kindern.
Hintergrund:
Um die Aufklärung rund um den lebensrettenden Nutzen von Rauchmeldern voran zu
treiben, startete der erste bundesweite Rauchmeldertag 2006.
Betreiber ist das Forum Brandrauchprävention in der vfdb (Vereinigung zur
Förderung des deutschen Brandschutzes), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und
der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.