Feuer auf Autoreisezug (04.09.2007)


Ein Brand in einem Autoreisezug hat in der Nacht zu Dienstag zu einer Sperrung des Hauptbahnhofs Göttingen geführt. Auf dem letzten Wagen des Autoreisezuges 01499 war aus bisher ungeklärten Gründen ein Fahrzeug des Typs VW Sharan in Brand geraten. Drei Personenwagen (der VW Sharan, ein Land Rover und ein VW Multivan) brannten vollständig aus. Weitere acht Personenwagen und zwei Motorräder wurden durch den Brand beschädigt. Es kam u. a. zu Lackschäden, Schäden an den Scheiben und Verformungen von Kunststoffteilen.  Dies teilt das Bundespolizeiamt Hannover sowie die Polizei Göttingen mit. Der Zug war auf dem Weg von Niebüll (bei Sylt) nach Kornwestheim (bei Stuttgart).

Das Feuer muss irgendwo auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen ausgebrochen sein. Im Hauptbahnhof Göttingen wurde der Nacht-Zug gegen 02.40 Uhr auf Gleis 6 gestoppt. Die erste Meldung für die Göttinger Feuerwehr lautete, dass ein Pkw am Bahnhof brennen solle. Daraufhin wurde ein Hilfeleistungs-Lösch-Fahrzeug (HLF) der Berufsfeuerwehr alarmiert. Nun kam die Meldung, dass im Bahnhof ein Pkw brennen solle. Daraufhin wurde der gesamte Löschzug zur Einsatzstelle geschickt. Es stellte sich jedoch heraus, dass drei Pkw in Vollbrand auf einem Waggon standen. Nachdem die Oberleitung durch den Notfallmanager der Bahn geerdet und der Waggon vom übrigen Zug abgekoppelt und mit einer Diesellok einige Meter zurückgezogen wurde, begannen die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten. Da sich der Brandort direkt oberhalb der Godehardstraße befand, wurden über eine Steckleiter Einsatzmittel wie Löschschaum und Strahlrohre direkt von hier auf den Bahnsteig transportiert. Mit einem Wenderohr über die Drehleiter, die ebenfalls auf der Godehardstraße stand, und einem B-Rohr mit Mittelschaum wurde das Feuer dann innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht. Zur Unterstützung wurde die Ortsfeuerwehr Stadtmitte alarmiert. Die Ortsfeuerwehr Geismar stellte die Bereitschaft auf der Hauptwache sicher. Die Feuerwehr war mit etwa 40 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Die Godehardstraße war längere Zeit voll gesperrt. Die Bundespolizei sperrte den Hauptbahnhof ab. Die 165 Fahrgäste des Zuges hatten den Zug im Bahnhof verlassen. Verletzt wurde niemand. Gegen 04.10 Uhr war der Brand gelöscht. Der Bahnhof wurde teilweise wieder freigegeben. Auf den Gleisen 5 und 6 wurden die Oberleitungen auf mögliche Brandschäden untersucht. "Der Autoreisezug ist um 05.26 Uhr weitergefahren", so ein Sprecher des Bundespolizei.

Die Polizeiinspektion Göttingen übernahm den Ereignisort und beschlagnahmte drei Fahrzeuge für weitere Ermittlungen. Die Brandursache sowie die Schadenshöhe stehen noch nicht fest. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aber derzeit nicht vor. "Bei diesem Einsatz handelte es sich um einen ungewöhnlichen, aber keinen allzu großen Einsatz", sagt Stadtbrandmeister Klaus Lück abschließend.

 

Brennender Autoreisezug direkt über der Godehardstraße

 

Nachdem der brennende Waggon abgekoppelt wurde, zog ihn eine Diesellok zurück.

 

Die Feuerwehr baute sich unterhalb der Brücke auf.

 

Die Flammen schlugen meterhoch aus den Pkw.

 

Über eine Steckleiter wurden Einsatzmittel auf den Bahnsteig transportiert.

 

Brandbekämpfung über das Wenderohr der Drehleiter.

 

 

 

Blick vom Bahnsteig

 

 

Drei Pkw brannten komplett aus.

 

Der Notfallmanager der Bahn erdete die Stromleitungen.

 

165 Bahnreisende mussten im Göttinger Bahnhof eine Zwangspause einlegen.

 

 

Text, Fotos: Stefan Rampfel

 

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