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Region: Landkreis Göttingen Themen: Feuerwehr · Brandschutz · Verkehr
Stand: 19. Juli 2026 Landkreis Göttingen

Feuerwehr Göttingen: aktuelle Einsätze und Berichte aus dem Landkreis

Einsatzberichte aus Stadt und Landkreis Göttingen, redaktionell zusammengetragen. Dazu Ratgeber zu Notruf, Rauchmeldern, Führerschein und Ehrenamt.

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Feuerwehrfahrzeug am Abend in einer Altstadt in Südniedersachsen
Region Göttingen 51.53° N · 9.93° O

Aktuelles Einsatzprotokoll

Einsatzmeldungen aus dem Landkreis Göttingen

Alle Einsätze
Datum Ort Einsatzart Meldung Bericht
12.01.2008 Landkreis Göttingen Hilfeleistung Pkw prallt unter Autokran: zwei tödliche Unfälle im Januar 2008 Details
15.09.2007 Göttingen Verkehrsunfall Brennender Autoreisezug stoppt im Bahnhof Göttingen 2007 Details
27.07.2006 Göttingen Brand Kellerbrand in der Universität Göttingen: der Einsatz vom Juli 2006 Details
22.09.2003 A7 bei Göttingen Verkehrsunfall Tödlicher Unfall auf der A7 bei Göttingen im September 2003 Details

Ratgeber & Grundlagen

Praxiswissen für Region und Alltag

Feuerwehrführerschein: Kosten, LKW-Fahrberechtigung und die Regeln in Niedersachsen

Klassen, Kosten und Regeln für Einsatzfahrzeuge in Niedersachsen.

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Jacqueline Saburido: die Geschichte eines Unfalls durch Alkohol am Steuer

Promillegrenzen, Unfallfolgen und Prävention im Straßenverkehr.

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Tunnelbrand im Landkreis Göttingen: Übung, Rettung und reale Einsätze

Verhalten bei Bränden in Tunneln und geschlossenen Anlagen.

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Rund 240.000 Menschen leben zwischen Harz und Weser, und ob man nun "Göttingen Feuerwehr" oder "Feuerwehr Göttingen" in die Suche tippt: Gemeint ist meist dasselbe. Wenn es brennt, ein Auto verunglückt oder ein Keller voll Wasser läuft, sind es überwiegend ehrenamtliche Kräfte, die zuerst eintreffen, denn die Feuerwehr im Landkreis Göttingen ist fast flächendeckend ehrenamtlich organisiert. Diese Seite trägt zusammen, was dabei passiert: Wer die Suche "Feuerwehreinsatz Göttingen heute" startet, findet hier die Einsatzübersicht mit den jüngsten Meldungen, dazu Berichte aus den Wehren, Hintergründe zur Struktur im Landkreis und Ratgeber für den Ernstfall. Der Blick reicht von der Kreisstadt bis in die kleinste Ortschaft.

Göttinger Feuerwehren: Struktur im Landkreis

Der Brandschutz in Südniedersachsen ruht auf vielen Schultern. Wer die Feuerwehr im Landkreis Göttingen verstehen will, beginnt bei den Gemeinden: In jeder Stadt und Gemeinde des Landkreises bestehen Freiwillige Feuerwehren, die sich wiederum in Ortsfeuerwehren gliedern: vom Stützpunkt mit mehreren Fahrzeugen bis zur kleinen Dorfwehr mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug. Dazu kommen die hauptamtlichen Kräfte in der Kreisstadt und eine Werkfeuerwehr. Erst dieses Geflecht macht es möglich, dass an jedem Punkt der Region binnen weniger Minuten Hilfe eintrifft.

Die Göttinger Feuerwehren waren dabei lange in einer Besonderheit organisiert, die es so nur selten gab: Im Altkreis existierten zwei Verbände nebeneinander, der Kreisfeuerwehrverband Göttingen und der Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld. Zum Verbandsgebiet zählten damals die Städte und Gemeinden Adelebsen, Bovenden, Dransfeld, Duderstadt, Friedland, Gieboldehausen, Göttingen, Gleichen, Hann. Münden, Radolfshausen, Rosdorf und Staufenberg. Wie sich Fläche, Einwohner und Wehren im Verbandsgebiet verteilten, schlüsselt die Übersicht zum Verbandsgebiet auf.

Mit der Kreisfusion von 2016, als der Altkreis Göttingen und der Landkreis Osterode am Harz zusammengingen, wuchs das Gebiet noch einmal deutlich. Seither reicht der Landkreis von der hessischen Grenze bei Hann. Münden bis auf die Höhen des Harzes. Für die Feuerwehren bedeutet das: mehr Fläche, mehr Wehren, mehr Schnittstellen. Die Grundidee bleibt trotzdem dieselbe. Nachbarn helfen Nachbarn, organisiert in Ortsfeuerwehren, ausgebildet nach Landesrecht, alarmiert über eine gemeinsame Leitstelle.

Über den einzelnen Gemeinden steht die Ebene des Kreises. Der Kreisbrandmeister und seine Abschnittsleiter koordinieren die überörtliche Zusammenarbeit, und für Großlagen halten die Landkreise sogenannte Kreisfeuerwehrbereitschaften vor: zusammengestellte Züge aus mehreren Ortsfeuerwehren, die geschlossen in andere Gemeinden oder sogar andere Landkreise entsandt werden können, etwa bei Hochwasser oder Waldbränden. Alarmiert wird das alles über die Leitstelle in Göttingen, bei der die Notrufe aus dem gesamten Kreisgebiet auflaufen und die nach festen Alarm- und Ausrückeordnungen entscheidet, welche Wehr mit welchem Gerät ausrückt.

Ortsfeuerwehren

111

im Altkreis Göttingen

Aktive Mitglieder

4.164

Einsatzkräfte

Jugendfeuerwehren

91

Nachwuchsgruppen

Bahntunnel

7

auf der Schnellfahrstrecke

Die Kennzahlen stammen aus der Statistik des Kreisfeuerwehrverbands Göttingen für den Altkreis, erhoben Anfang der 2000er Jahre und damit vor der Kreisfusion. Sie zeigen dennoch gut, in welcher Größenordnung sich der Brandschutz in der Region bewegt: 111 Feuerwehren, davon 109 Freiwillige Feuerwehren, eine Werkfeuerwehr und eine Berufsfeuerwehr, getragen von über 4.000 aktiven Einsatzkräften.

Einsätze im Landkreis Göttingen: von Brand bis Hilfeleistung

Das Wort Feuerwehr führt in die Irre. Brände machen nur einen Teil der Alarmierungen aus; der Alltag der Wehren besteht zu einem großen Teil aus technischer Hilfeleistung: eingeklemmte Personen nach Verkehrsunfällen, auslaufende Betriebsstoffe, umgestürzte Bäume nach Sturm, vollgelaufene Keller nach Starkregen, Türöffnungen für den Rettungsdienst. Dazu kommen Gefahrguteinsätze, Tierrettungen und Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen.

Wie breit dieses Spektrum ist, zeigen die Einsätze, über die auf diesen Seiten berichtet wird. Im März 1999 löschten Freiwillige Feuerwehren gemeinsam mit dem Tunnelrettungszug der Bahn einen brennenden Güterzugwaggon tief im 1.740 Meter langen Leinebuschtunnel. Im Juli 2002 forderten zwei Badeunfälle an einem einzigen Wochenende bei Hann. Münden und Barterode Taucher, Hundestaffel und mehrere Ortsfeuerwehren. Im Juli 2006 banden ein Kellerbrand an der Universität und seine Folgen fast 200 Einsatzkräfte über eine ganze Nacht. Solche Lagen sind die Ausnahme, aber sie prägen sich ein, und an ihnen wird sichtbar, wie die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert.

Ältere Berichte aus den Wehren, von Fahrzeugbergungen bis zu Flächenbränden, sind im Einsatzarchiv gesammelt. Und weil nicht jeder Alarm dramatisch endet, gibt es daneben eine Sammlung kurioser Einsätze, die zeigt, was Einsatzkräften sonst noch begegnet.

Feuerwehr Göttingen aktuell: wo es Meldungen gibt

Sirenen in der Nacht, ein Hubschrauber über der Stadt, gesperrte Straßen am Morgen: Wer wissen will, was los ist, sucht meist zuerst nach "Feuerwehreinsatz Göttingen heute". Die Einsatzübersicht bündelt dafür die jüngsten Meldungen aus Stadt und Landkreis, redaktionell zusammengetragen und fortlaufend ergänzt, sobald belastbare Informationen vorliegen.

Daneben lohnt der Blick auf die offiziellen Kanäle, auch wenn die Suchanfrage nur knapp "Göttingen Feuerwehr" lautete. Die Feuerwehr Göttingen und die Polizeiinspektion veröffentlichen Pressemitteilungen zu größeren Lagen, die Warn-Apps NINA und KATWARN melden akute Gefahren direkt aufs Telefon, und bei Unwetterlagen informieren Stadt und Landkreis über ihre eigenen Seiten. Die lokale Presse berichtet über größere Einsätze meist noch am selben Tag. Wer es aktuell und gesichert haben will, kombiniert diese Quellen, denn keine einzelne davon erfasst jeden Einsatz im gesamten Kreisgebiet.

Zum Gesamtbild gehören auch die regelmäßigen Warntage, an denen Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast im ganzen Land geprobt werden. Wer an einem solchen Tag den Heulton hört, muss nicht zur Suchmaschine greifen; die Termine werden vorab angekündigt. Umgekehrt gilt: Ein Probealarm außerhalb der Reihe kommt praktisch nicht vor, ein unangekündigter Warnton verdient also immer Aufmerksamkeit und einen Blick in die aktuell laufenden Meldungen.

Ein Wort zur Einordnung: Nicht jeder Alarm hat einen spektakulären Hintergrund. Ein Großteil der Alarmierungen endet nach kurzer Erkundung, etwa wenn eine Brandmeldeanlage angeschlagen hat oder angebranntes Essen den Rauchmelder auslöst. Dass eine Meldung ausbleibt, heißt deshalb oft nur: Es war nichts Ernstes.

Berufsfeuerwehr Göttingen und Freiwillige Feuerwehren

Göttingen gehört zu den kleineren Großstädten Deutschlands, die sich hauptamtliche Kräfte rund um die Uhr leisten. Die Berufsfeuerwehr Göttingen stellt den Löschzug, der im Stadtgebiet als erster ausrückt, und besetzt die Leitstelle, bei der die Notrufe aus Stadt und Landkreis auflaufen. Bei größeren Lagen kommen die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile hinzu, von Stadtmitte über Weende und Geismar bis Grone. Im Alltag firmiert dieser Verbund schlicht als Feuerwehr Göttingen: hauptamtlicher Löschzug und Ortsfeuerwehren unter einem Dach.

Wie eng diese Verzahnung ist, zeigte der Kellerbrand an der Georg-August-Universität im Juli 2006: Alarmiert wurden zunächst der Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Uniwache und die Ortsfeuerwehr Weende, im Laufe der Nacht lösten sich dann Kräfte aus einem Dutzend weiterer Ortsfeuerwehren ab. Keine Wehr hält eine solche Nacht allein durch.

Im übrigen Landkreis ruht der Brandschutz vollständig auf dem Ehrenamt. Menschen mit Beruf und Familie tragen den Funkmeldeempfänger am Gürtel und lassen alles stehen, wenn er auslöst. Die Berufsfeuerwehr Göttingen ist damit die Ausnahme in einem System, das ohne Freiwillige schlicht nicht funktionieren würde, und genau das macht die Nachwuchsarbeit so wichtig.

Fahrzeuge und Technik: was im Landkreis unterwegs ist

Die Bandbreite der Fahrzeuge spiegelt die Bandbreite der Aufgaben. Kleine Dorfwehren fahren ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das im Kern eine mobile Pumpe mit Mannschaft ist. Stützpunktwehren halten Löschgruppenfahrzeuge mit Wassertank und hydraulischem Rettungsgerät vor, dazu kommen in den Städten Drehleitern für die Menschenrettung aus Obergeschossen, Rüstwagen für schwere technische Hilfe und Einsatzleitwagen, aus denen größere Lagen geführt werden. Tanklöschfahrzeuge sichern die Wasserversorgung dort, wo kein Hydrant in der Nähe ist, was in den ländlichen Teilen des Kreisgebiets keine Seltenheit ist.

Für Sonderlagen existiert Spezialgerät, das nicht jede Wehr besitzt und im Bedarfsfall überörtlich angefordert wird. Beim Kellerbrand an der Universität 2006 etwa rückte aus Hann. Münden ein Abrollbehälter mit Sonderlöschmitteln an, weil der Brand sich nur mit einem massiven Schaumeinsatz kontrollieren ließ. Und beim Güterzugbrand von 1999 arbeiteten die Wehren mit dem Tunnelrettungszug der Bahn aus Kassel zusammen, einem Schienenfahrzeug, das eigens für Einsätze in Tunneln konzipiert ist. Solche Beispiele zeigen das Prinzip: Keine Wehr muss alles können, aber das Netz insgesamt muss jede denkbare Lage abdecken.

Ausbildung, Jugend und Ehrenamt

Der Weg in den Einsatzdienst beginnt für die meisten lange vor dem ersten Alarm. Schon die Statistik des Altkreises zählte 91 Jugendfeuerwehren mit rund 1.367 Mitgliedern: Kinder und Jugendliche, die spielerisch Löschangriff, Knoten und Erste Hilfe lernen und bei Zeltlagern und Wettbewerben zusammenwachsen. Ein erheblicher Teil der heutigen Führungskräfte hat genau dort angefangen. Was die Jugendfeuerwehren in der Region ausmacht und wie der Einstieg gelingt, ist auf einer eigenen Seite beschrieben.

Erwachsene starten mit der Truppmannausbildung: Grundlagen in Gerätekunde, Löschtechnik, Unfallverhütung und Erster Hilfe, vermittelt an Abenden und Wochenenden auf Gemeinde- und Kreisebene. Darauf bauen Lehrgänge auf, vom Atemschutzgeräteträger über den Maschinisten bis zum Gruppenführer. Geübt wird das Zusammenspiel bei Gemeinschaftsübungen und den traditionellen Kreiswettbewerben, bei denen die Ortsfeuerwehren gegeneinander antreten.

Ein praktisches Thema für viele Wehren ist das Fahren der Einsatzfahrzeuge: Wer nur einen Pkw-Führerschein besitzt, darf ein Löschgruppenfahrzeug mit zwölf Tonnen nicht bewegen. Welche Wege es dafür gibt, von der Fahrberechtigung bis zum Lkw-Führerschein, erklärt der Beitrag zum Führerschein für Feuerwehrleute. Mitmachen können übrigens auch Menschen, die nicht ins Brennende laufen wollen: Verpflegung, Verwaltung, Gerätewartung und Brandschutzerziehung brauchen genauso Hände.

Was das Ehrenamt im Alltag bedeutet, lässt sich am Dienstplan ablesen. Der Übungsdienst findet meist im Abstand von ein bis zwei Wochen am Abend statt, dazu kommen Lehrgänge an Wochenenden, Gerätepflege und die Einsätze selbst, die sich an keinen Kalender halten. Für Alarmierungen während der Arbeitszeit sieht das niedersächsische Recht die Freistellung vor: Arbeitgeber lassen ihre Beschäftigten für die Dauer des Einsatzes gehen. Viele Betriebe in der Region tragen das ohne Murren mit, auch weil funktionierende Ortsfeuerwehren ihre eigenen Hallen und Höfe schützen.

Und wer dem aktiven Dienst entwächst, muss nicht gehen. Die Altersabteilungen halten erfahrene Kräfte in der Gemeinschaft, geben Wissen an Jüngere weiter und packen bei Festen und Arbeitseinsätzen mit an. Zwischen Kinderfeuerwehr und Altersabteilung deckt eine Ortsfeuerwehr damit oft drei Generationen ab, ein Zuschnitt, den kaum ein anderer Verein im Dorf noch bietet.

Wissen für den Ernstfall

Zwischen den Einsatzberichten sammelt diese Seite Ratgeber, die im Alltag weiterhelfen. Der wichtigste zuerst: Beim Notruf 112 zählt nicht die perfekte Meldung, sondern der schnelle Anruf. Die Leitstelle fragt nach, was sie wissen muss.

Wer den Notruf wählt, bleibt am Apparat, bis die Leitstelle das Gespräch beendet. Rückfragen zu Ort, Lage und Verletzten sind kein Zeichen von Langsamkeit, sondern steuern bereits die Alarmierung.

Ebenfalls lesenswert: die Übersicht zur Rauchmelderpflicht, die klärt, in welchen Räumen die kleinen Lebensretter in Niedersachsen hängen müssen und wer für Einbau und Wartung zuständig ist. Und wer verstehen will, warum die Region beim Thema Bahntunnel besonders hinschaut, findet im Bericht über den Tunnelbrand im Leinebuschtunnel ein Stück Einsatzgeschichte, das bis heute in Übungskonzepten nachwirkt: Die Schnellfahrstrecke der Bahn passiert im Kreisgebiet sieben Tunnel, der längste misst über zehn Kilometer.

Dazu kommen Themen, die je nach Jahreszeit in den Vordergrund rücken. Trockene Sommer machen Wald- und Flächenbrände auch in Südniedersachsen zu einem realen Risiko; was Spaziergänger, Radfahrer und Anlieger dann beachten sollten, vom Rauchverbot im Wald bis zur freizuhaltenden Zufahrt, bündelt der Ratgeber zum Verhalten bei Waldbrandgefahr. Im Winter verschieben sich die Risiken in die Wohnungen: Kerzen, Kamine und überlastete Steckdosen beschäftigen die Wehren dann deutlich häufiger als offene Flammen im Freien.

Ein eigenes Kapitel ist der Straßenverkehr. Die Rettungsgasse entscheidet auf der A7 regelmäßig darüber, wie schnell Hilfe an einer Unfallstelle ankommt: Sobald der Verkehr stockt, weichen Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus, alle übrigen nach rechts, und die Gasse bleibt frei, bis sich der Stau auflöst. Wer sie erst bildet, wenn das Martinshorn im Rückspiegel auftaucht, ist zu spät. Solches Wissen kostet nichts, muss aber präsent sein, bevor es gebraucht wird. Genau dafür stehen die Ratgeber auf diesen Seiten.

Häufige Fragen zur Feuerwehr in Stadt und Landkreis Göttingen

Was liefert die Suche "Feuerwehreinsatz Göttingen heute"?

In der Regel eine Mischung aus Pressemeldungen, Lokalnachrichten und Einsatzübersichten. Auf dieser Seite führt sie zur Einsatzübersicht, in der die jüngsten Meldungen aus Stadt und Landkreis redaktionell zusammengefasst sind. Bei akuten Gefahrenlagen sind zusätzlich die Warn-Apps NINA und KATWARN die schnellste Quelle.

Wie viele Feuerwehren gibt es im Landkreis Göttingen?

Die Verbandsstatistik des Altkreises zählte 111 Feuerwehren: 109 Freiwillige Feuerwehren, eine Werkfeuerwehr und eine Berufsfeuerwehr mit zusammen rund 4.164 aktiven Mitgliedern. Seit der Kreisfusion mit Osterode 2016 ist das Kreisgebiet und damit auch die Zahl der Wehren noch einmal gewachsen.

Hat die Feuerwehr Göttingen hauptamtliche Kräfte?

Ja. In der Kreisstadt stellt die Berufsfeuerwehr den Löschzug, der rund um die Uhr besetzt ist, und betreibt die Leitstelle für Stadt und Landkreis. Bei größeren Einsätzen arbeiten hauptamtliche und freiwillige Kräfte grundsätzlich zusammen.

Wann wähle ich den Notruf 112?

Immer dann, wenn Menschen, Tiere oder Sachwerte akut in Gefahr sind: bei Feuer, Verkehrsunfällen mit Verletzten, medizinischen Notfällen oder wenn jemand hilflos in einer Wohnung vermutet wird. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel anrufen. Details und Gesprächsleitfaden stehen im Ratgeber zum Notruf 112.

Was bedeuten die Sirenensignale in der Region?

Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton warnt die Bevölkerung vor einer Gefahr, ein einminütiger Dauerton gibt Entwarnung. Der dreimal unterbrochene Dauerton alarmiert die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wer den Warnton hört, schaltet am besten Radio oder Warn-App ein und hält sich von der Gefahrenstelle fern.

Kostet mich ein Feuerwehreinsatz etwas?

Der Einsatz bei Bränden und bei Notlagen für Menschen ist in Niedersachsen grundsätzlich kostenfrei. Kosten können entstehen, wenn ein Einsatz vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde, bei wiederholten Fehlalarmen automatischer Brandmeldeanlagen oder bei bestimmten technischen Hilfeleistungen wie dem Beseitigen von Ölspuren. Über die Gebühren entscheidet die jeweilige Kommune nach ihrer Satzung.

Wie kann ich bei einer Freiwilligen Feuerwehr mitmachen?

Der einfachste Weg führt über die Ortsfeuerwehr am Wohnort: vorbeigehen, einen Dienstabend besuchen, mit dem Ortsbrandmeister sprechen. Vorkenntnisse braucht niemand, die Grundausbildung vermittelt alles Nötige. Auch wer keinen Einsatzdienst leisten will, kann sich einbringen, etwa in Verwaltung, Verpflegung oder Brandschutzerziehung.

Ab welchem Alter kann mein Kind zur Jugendfeuerwehr?

Jugendfeuerwehren nehmen in Niedersachsen üblicherweise Kinder ab zehn Jahren auf, viele Gemeinden bieten für Jüngere zusätzlich Kinderfeuerwehren an. Der Übertritt in den Einsatzdienst ist ab 16 Jahren möglich, volle Einsatztauglichkeit besteht ab 18. Mehr dazu steht auf der Seite über die Jugendfeuerwehren.

Gilt in Niedersachsen eine Rauchmelderpflicht?

Ja. Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die als Rettungswege dienen, müssen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein, und zwar in Neubauten wie in Bestandswohnungen. Wer welche Pflichten trägt und worauf beim Kauf zu achten ist, erklärt der Beitrag zur Rauchmelderpflicht.

Brauchen Feuerwehrleute einen besonderen Führerschein?

Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen reicht der normale Pkw-Führerschein nicht aus. Niedersachsen ermöglicht für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen eine vereinfachte Fahrberechtigung, für die großen Löschfahrzeuge bleibt der Lkw-Führerschein nötig. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zum Feuerwehrführerschein.

Was ist eine Werkfeuerwehr?

Eine Werkfeuerwehr ist die betriebliche Feuerwehr eines Unternehmens, die dessen Gelände und Anlagen schützt. Sie wird behördlich anerkannt, muss dieselben fachlichen Standards erfüllen wie öffentliche Wehren und unterstützt bei Bedarf auch außerhalb des Werksgeländes. Im Altkreis Göttingen zählte die Statistik eine Werkfeuerwehr.

Was passiert nach einem Notruf in der Leitstelle?

Die Leitstelle nimmt die Meldung auf, ordnet sie einem Einsatzstichwort zu und alarmiert nach festen Plänen die zuständigen Wehren, bei Bedarf auch Rettungsdienst und Polizei. Je nach Lage werden sofort weitere Einheiten nachgefordert. Das alles geschieht, während das Gespräch mit dem Anrufer noch läuft.

Warum rücken oft mehrere Ortsfeuerwehren gleichzeitig aus?

Weil die Alarm- und Ausrückeordnung von Anfang an genügend Kräfte an die Einsatzstelle bringen soll. Tagsüber sind viele Ehrenamtliche bei der Arbeit, deshalb werden mehrere Wehren parallel alarmiert, um die Mindeststärke sicherzustellen. Lieber wieder abrücken als zu wenige Hände vor Ort haben.

Wie lange dauert die Grundausbildung in einer Freiwilligen Feuerwehr?

Die Truppmannausbildung umfasst mehrere Dutzend Ausbildungsstunden, verteilt auf Abende und Wochenenden, plus anschließende Praxiszeit in der eigenen Wehr. Danach folgen je nach Interesse Lehrgänge wie Atemschutz, Funk oder Maschinist. Der Zeitaufwand lässt sich in den meisten Wehren gut mit Beruf und Familie vereinbaren.

Was macht ein Kreisfeuerwehrverband?

Ein Kreisfeuerwehrverband vertritt die Wehren eines Landkreises gegenüber Politik und Öffentlichkeit, organisiert Wettbewerbe, Ehrungen und überörtliche Ausbildung und fördert die Jugendarbeit. Die Fakten zum Verbandsgebiet in der Region, samt der Besonderheit zweier Verbände im Altkreis, bündelt die Datenübersicht.