Jugendfeuerwehren im Landkreis Göttingen: Gruppen und Ansprechwege
Die Jugendarbeit gehörte zu den größten Stärken der Feuerwehren im Landkreis Göttingen. In 91 Jugendfeuerwehren waren zeitweise rund 1.367 Kinder und Jugendliche organisiert, betreut von einem eigenen Netz aus Jugendfeuerwehrwarten auf Orts-, Gemeinde- und Kreisebene. Diese Struktur sorgte dafür, dass der Nachwuchs in jedem Winkel des Kreisgebiets einen festen Ansprechpartner hatte.
Wie die Jugendarbeit organisiert war
An der Spitze stand der Kreisjugendfeuerwehrwart, unterstützt von mehreren Stellvertretern aus verschiedenen Teilen des Landkreises. Darunter kümmerten sich Gemeinde- und Stadtjugendfeuerwehrwarte um die Gruppen vor Ort. Diese Ebene war der eigentliche Ansprechweg: Wer sein Kind bei einer Jugendfeuerwehr anmelden wollte, wandte sich an den Jugendfeuerwehrwart seiner Gemeinde oder direkt an die örtliche Feuerwehr.
Diese Städte und Gemeinden hatten eigene Ansprechpartner
Eigene Gemeinde- oder Stadtjugendfeuerwehrwarte gab es in Adelebsen, Bovenden, Dransfeld, Duderstadt, Friedland, Gieboldehausen, Gleichen, Göttingen, Hann. Münden, Radolfshausen, Rosdorf und Staufenberg. Damit war jede Gemeinde des Landkreises abgedeckt, von der Weser bei Hann. Münden bis zum Eichsfeld rund um Duderstadt. In den Städten Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden trug der zuständige Betreuer den Titel Stadtjugendfeuerwehrwart, in den übrigen Gemeinden den des Gemeindejugendfeuerwehrwarts. Oberhalb der Kreisebene vertraten Bezirks- und Landesjugendfeuerwehrwarte die Interessen des Nachwuchses in Niedersachsen.
Was die Jugendfeuerwehren boten
Die Gruppen verbanden feuerwehrtechnische Grundausbildung mit klassischer Jugendarbeit: Übungsdienste, Wettbewerbe, Zeltlager und gemeinsame Fahrten. Höhepunkt vieler Jahre waren die Kreiszeltlager im Feuerwehrzentrum Potzwenden, das seit 1973 als festes Quartier für die Jugendarbeit des Verbands diente. Für die aktiven Wehren war diese Arbeit zugleich Nachwuchsgewinnung, denn ein großer Teil der späteren Einsatzkräfte kam über die Jugendfeuerwehr.
Der direkteste Weg zur Jugendfeuerwehr führt bis heute über die Feuerwehr am eigenen Wohnort: Sie kennt die Gruppen, die Aufnahmebedingungen und die Übungszeiten.
Mehr über Aufgaben, Aktionen und Wettbewerbe des Nachwuchses steht auf der Seite der Jugendfeuerwehren. Wie sich die 91 Jugendgruppen in die Gesamtstruktur mit 111 Feuerwehren einfügten, zeigt die Übersicht zum Verbandsgebiet.