Kreiswettbewerbe 2004: 45 Feuerwehren zu Gast in Brochthausen
Über 500 Angehörige von 45 Freiwilligen Feuerwehren aus allen Gemeinden des Landkreises Göttingen waren am Sonntag, dem 22. August 2004, zu Gast in Brochthausen. Anlass waren die Kreiswettbewerbe, für die sich die teilnehmenden Gruppen einige Monate zuvor bei ihren Gemeindeentscheiden qualifiziert hatten. Den weitesten Weg hatten die Gruppen aus Staufenberg: fast 80 Kilometer Anfahrt. Bemerkenswert war auch der Austragungsort selbst, denn seit 1973 fanden die Kreiswettbewerbe erstmals wieder in der Stadt Duderstadt statt.
Die landeseinheitliche Übung: Genauigkeit unter Zeitdruck
Je neun Einsatzkräfte führten auf drei im Ort verteilten Bahnen die landeseinheitliche Übung durch, bei der es auf Genauigkeit und Schnelligkeit ankommt. Der Angriffstrupp rettete eine Person von einem Flachdach, während parallel die Wasserversorgung aufgebaut wurde, um ein fingiertes Feuer zu löschen. Im Anschluss standen Kartenkunde, Fragen und Erste Hilfe auf dem Programm. Als mobile Leitstelle diente der ELW 2 des Landkreises, bei dem sich alle Fahrzeuge an- und abmeldeten, um die Feuerwehr-Einsatz-Leitstelle in Göttingen zu entlasten.
Zwei vergessene Worte, zehn Fehlerpunkte
Wie streng die Wertungsrichter hinsahen, bekam die Freiwillige Feuerwehr Bovenden zu spüren. Weil bei einer Lagemeldung zwei Worte fehlten, kassierte die Gruppe gleich zehn Fehlerpunkte und verpasste damit knapp die Qualifikation für die Bezirkswettbewerbe. Auch Lenglern blieb nicht verschont: Eine falsch beantwortete Frage kostete wertvolle Punkte.
Seulingen und Seeburg holen die Pokale
In der Wertungsgruppe der Löschgruppenfahrzeuge gewann am Ende die Feuerwehr Seulingen 1, gefolgt von den Gastgebern aus Brochthausen sowie Rhumspringe, Ebergötzen und Gieboldehausen. Bei den Tragkraftspritzenfahrzeugen holte Seeburg den Pokal, vor Ludolfshausen, Ischenrode, Beienrode und Etzenborn. Diese zehn Gruppen qualifizierten sich für die Bezirkswettbewerbe, die im September in Göttingen ausgetragen wurden. Alle teilnehmenden Gruppen erhielten als Geschenk zwei Kopfschutzhauben. Als Gastwehren nahmen Holtensen aus der Stadt Göttingen und Herrhausen aus dem Landkreis Goslar teil.
Beförderungen und Ehrungen am Rande
Die Siegerehrung nutzte der Verband traditionell für Personalien: Zwei Kreisausbilder wurden zu Löschmeistern befördert, der Fachgruppenleiter Sprechfunk stieg zum Ersten Hauptlöschmeister auf. Geehrt wurden außerdem zwei Kameraden für 40 Jahre und zwei weitere für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Beim Siegerehrungsfoto versammelten sich Gewinner, Geehrte und Beförderte gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verwaltung.
Die Kreiswettbewerbe gehörten zu den festen Terminen im Verbandsjahr, ebenso wie die Wettbewerbe der Jugendfeuerwehren, aus denen viele der aktiven Gruppen ihren Nachwuchs bezogen. Wie viele Feuerwehren im Landkreis insgesamt aktiv waren, zeigt die Übersicht zum Verbandsgebiet; ausgebildet wurde ein großer Teil von ihnen im Feuerwehrzentrum Potzwenden.