kfv-goe.de
Region: Landkreis Göttingen Themen: Feuerwehr · Brandschutz · Verkehr

Feuerwehren in der Region: Duderstadt, Hann. Münden & Umgebung

Stand: 12. Juli 2026 Redaktion kfv-goe.de

Die Feuerwehrlandschaft im Landkreis Göttingen ist kleinteiliger, als Außenstehende oft vermuten. Neben der Berufsfeuerwehr in der Stadt Göttingen tragen weit über hundert Freiwillige Feuerwehren den Brandschutz in den Städten, Flecken und Dörfern der Region. Dieser Überblick zeigt, wie sich diese Struktur zusammensetzt und wer wo Verantwortung trägt, von Duderstadt im Eichsfeld bis Hann. Münden an der Weser.

Stadt Göttingen: Berufsfeuerwehr und Ortsfeuerwehren

In der Stadt Göttingen arbeitet die Berufsfeuerwehr Hand in Hand mit Freiwilligen Ortsfeuerwehren in den Stadtteilen, darunter Elliehausen, Geismar, Grone, Herberhausen, Roringen und Weende. Bei größeren Lagen rücken Berufskräfte und Freiwillige gemeinsam aus, wie es auch bei den besonderen Einsätzen der Region immer wieder dokumentiert wurde. Unterstützt wird die Berufsfeuerwehr zusätzlich durch einen eigenen Förderverein.

Feuerwehr Duderstadt und das Eichsfeld

Eine Besonderheit des Landkreises: Es gab zwei Verbände nebeneinander, den Kreisfeuerwehrverband Göttingen und den Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld. Die Feuerwehr Duderstadt bildete mit ihrer Kernstadtwehr und Ortsteilwehren wie Tiftlingerode das Zentrum des Eichsfelder Feuerwehrwesens; auch eine eigene Jugendfeuerwehr Duderstadt war früh mit einer eigenen Internetseite vertreten. Rund um die Fachwerkstadt kamen die Wehren der Samtgemeinde Gieboldehausen hinzu, etwa in Rhumspringe, Rollshausen und Rüdershausen.

Hann. Münden und der Südwesten

Im Südwesten des Landkreises, wo Werra und Fulda zur Weser zusammenfließen, prägte die Feuerwehr Hann. Münden das Bild, ergänzt durch Ortswehren wie Hemeln und Mielenhausen. In der Gemeinde Staufenberg standen unter anderem Escherode, Landwehrhagen, Lutterberg und Uschlag bereit. Diese Wehren arbeiten wegen der Landesgrenze regelmäßig mit hessischen Kräften aus dem Raum Kassel zusammen.

Die Gemeindefeuerwehren im übrigen Kreisgebiet

Zwischen diesen Polen spannt sich ein dichtes Netz von Gemeindefeuerwehren: Adelebsen mit Wehren wie Barterode und Wibbecke, dazu in Barterode sogar eine eigene Feuerwehrkapelle; Bovenden mit Ortswehren in Bovenden, Lenglern, Reyershausen und Spanbeck; die Samtgemeinde Dransfeld mit Dransfeld, Imbsen und Bühren; Friedland mit Ballenhausen und Groß Schneen; Gleichen mit Beienrode, Benniehausen, Bremke, Diemarden, Reinhausen und Rittmarshausen; Rosdorf mit der Kernwehr und Obernjesa; dazu die Samtgemeinde Radolfshausen mit Wehren wie Seulingen und Mackenrode. Viele dieser Ortswehren unterhielten eigene Jugendgruppen, deren Arbeit auf der Seite der Jugendfeuerwehren beschrieben ist.

Hilfsorganisationen und Landesebene

Zur Sicherheitsarchitektur der Region gehörten neben den Feuerwehren die Hilfsorganisationen: THW-Ortsverbände in Göttingen und Hann. Münden, DRK, Johanniter und Malteser in Göttingen sowie der ASB mit Gliederungen für Stadt und Landkreis. Überregional vertrat der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen die Interessen der Wehren, die Niedersächsische Jugendfeuerwehr die des Nachwuchses. Und für die Ausbildung im Kreis gab es einen festen Anlaufpunkt: das Feuerwehrzentrum Potzwenden, in dem auch die Kreiszeltlager stattfanden.

Regionale Anlaufstellen rund um die Wehren

Sichtbar wurde die Arbeit der Feuerwehren nicht zuletzt über die Regionalpresse und die Pressemeldungen der Göttinger Polizei, die über Einsätze zwischen Duderstadt und Hann. Münden berichteten. Selbst kleine Internetprojekte jener Zeit fanden ihren Platz in diesem Umfeld, etwa die GöCam, Göttingens Webcam der frühen 2000er Jahre. Zusammengenommen ergab das ein dichtes regionales Netz, in dem Wehren, Hilfsorganisationen und Öffentlichkeit eng verflochten waren.


Wie viele Feuerwehren und aktive Mitglieder der Landkreis insgesamt zählte und wie sich das Gebiet zwischen Harz, Weser und hessischer Grenze aufteilt, fasst die Übersicht mit Daten und Karte zusammen.

Häufige Fragen zur Feuerwehrlandschaft der Region

Wie viele Feuerwehren gibt es im Raum Göttingen?

Allein der Altkreis zählte 111 Feuerwehren: 109 Freiwillige Feuerwehren, eine Werkfeuerwehr und die Berufsfeuerwehr in der Stadt Göttingen. Seit der Kreisfusion 2016 mit dem Altkreis Osterode ist das Kreisgebiet noch einmal deutlich gewachsen.

Hat die Feuerwehr Duderstadt eine eigene Struktur?

Ja. Duderstadt bildete mit Kernstadtwehr und Ortsteilwehren das Zentrum des Eichsfelder Feuerwehrwesens und war über den eigenen Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld organisiert, der neben dem Kreisfeuerwehrverband Göttingen bestand.

Warum arbeiten die Wehren um Hann. Münden mit hessischen Kräften zusammen?

Hann. Münden und die Gemeinde Staufenberg liegen direkt an der Landesgrenze zu Hessen. Bei größeren Lagen ist überörtliche Hilfe aus dem Raum Kassel oft schneller vor Ort als Kräfte aus dem eigenen Kreisgebiet, entsprechend eingespielt ist die Zusammenarbeit.

Welche Hilfsorganisationen ergänzen die Feuerwehren in der Region?

THW-Ortsverbände in Göttingen und Hann. Münden, dazu DRK, Johanniter, Malteser und der ASB. Bei Großlagen wie Unwettern oder langen Einsatznächten übernehmen sie Verpflegung, Sanitätsdienst und technische Unterstützung.

Wo wurden die Feuerwehren des Kreises ausgebildet?

Zentraler Anlaufpunkt war das Feuerwehrzentrum Potzwenden mit Übungsgelände, Atemschutzstrecke und Schulungsräumen. Dort fanden auch Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren und der jährliche Seniorentag statt.